Zwischen Kolumbien und Panama liegen einige Kilometer undurchdringbare Sumpflandschaft, keine Strassen, kein Durchkommen! Da wir trotzdem nach Panama wollten/mussten (um unseren Heimflug von Panama City nach Zürich zu erwischen), gab es für uns zwei Möglichkeiten: 1,5h fliegen oder 5 Tage durch die Karibik segeln. :-)
Noch in Cartagena trafen wir Martin (unser Antarktis-Mit-Explorer) wieder, der seine Reisepläne so richtete, dass er mit uns auf diesen Segeltörn kommen konnte.
Unter den vielen, vielen Booten, die diese Route für Backpacker anbieten, wählten wir Captain Bob mit seinem Katamaran Viva. Der Reiseplan sah vor, dass wir bis zu den San Blas Islands segeln und dort einige Tage die Inseln und verlassenen Strände geniessen würden.
Die ersten zwei Tage waren quasi der Preis, den wir bezahlen mussten, um diese schönen Inseln sehen zu können. Wir lagen mehr oder weniger apathisch mit Seekrankheitstabletten zugedröhnt herum und hofften auf ruhigere See. Die Wellen waren zwar bedeutend kleiner als in der Drake-Passage, aber dort hatten wir ja auch ein VIEL grösseres Boot. Unser "kleine" Katamaran wurde von den "nur" 3 Meter hohen Wellen recht hin und her geschaukelt.
Der Morgen des dritten Tages brachte DIE Erlösung. Hinter dem Barrieren-Riff, zwischen drei kleinen Inseln ankerten wir in klarem, türkisem und vor allem ruhigen Wasser. WOW!! Das Leiden hatte sich gelohnt! Die nächsten drei Tage sind schnell zusammengefasst: Sommer, Sonne, Sonnenschein, Schnorcheln im türkisen Wasser und faulenzen an einsamen, weissen Stränden unter Palmen und zur Abkühlung eisgekühltes Bier trinken. :-)
Die letzte Nacht war dann wieder weniger gemütlich und mit einigem Wellengang segelten wir nach Porto Bello in Panama. Die nächsten drei Tage verbrachten wir dann in Panama City. Wir verabschiedeten uns von Martin, der noch einige Wochen vor sich hat und trafen nochmals Bekannte von zu Hause: Urs und Sibylle.
Gemeinsam mit ihnen besuchten wir den Panama Kanal, schauten uns Panamas koloniale Altstadt und die top moderne Neu-Stadt an und gönnten uns nochmal richtig, richtig leckeres südamerikanisches Fleisch.
Am 27. Juli mussten/durften wir unsere Heimreise antreten. Via Amsterdam flogen wir mit KLM nach Zürich, wo wir müde, aber glücklich ankamen und sehr herzlich von unseren Familien empfangen wurden. In den letzten paar Wochen merkten wir, dass wir langsam, aber sicher reisemüde wurden und uns mehr und mehr auf die Schweiz, Familie & Freunde und viele, viele Kleinigkeiten freuten.
Tuesday, 2 August 2011
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