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Tuesday, 25 May 2010

Java: naja...

Nach der Party-Nacht in Sing Sing ging's mit Lion Air nach Jakarta, eine Stadt die man nicht gesehen haben muss. Sie soll anscheinend super sein für das Nachtleben, aber dann ist's ja auch dunkel. So sind wir vor dem chaotischen Verkehr, dem Strassenlärm und der schlechten Luft geflüchtet. Mit dem Zug ("Exekutif" Klasse versteht sich!) tuckerten wir im Bummeltempo aus der Stadt und durch die ersten Reisfelder Richtung Pangandaran an der Südküste.

Dort gefiel es uns gleich viel besser. Im gepflegten Hotel eines ausgewanderten Deutschen konnten wir die Ruhe geniessen und machten nicht viel, ausser einem Ausflug zum "Green Canyon", einer imposanten Schlucht im Dschungel.

Da wir ja vor hatten, auch noch einige andere Inseln von Indonesien zu besuchen, machten wir uns bald auf nach Yogyakarta. Nachdem wir von Christian (dem ausgewanderten Deutschen) schon einige lustige Geschichten in Sachen Korruption und Immigration Offices gehört hatten, gingen wir selbst zum Kontor Immigrasi, mit dem Plan unser Visum zu verlängern und zu sehen wie schlimm es wirklich ist. Als wir von einer Deutschen Touristin gehört haben, dass sie seit 7 Tagen jeden Morgen da war und "heute" hoffentlich ihr gosser Tag sei, an welchem sie ihren Pass (inkl. Visum) zurückerhält, machten wir sofort rechtsumkehrt und gingen stattdessen die Stadt anschauen (Sultans Palast, Batik-Kunstschule, etc.).

Auch der nächste Tag war von Kultur geprägt. Wir leisteten uns einen privaten Chauffeur und einen Guide um Borobodur und Prambanan anzuschauen. Wir waren von den beiden Tempelanlagen sehr beeindruckt. Allerdings waren für die einheimischen Touristen aus ganz Java anscheinend wir beide bedeutend interessanter als die Tempel. "Sirs, Sirs! Please, picture, picture?!"

Wednesday, 12 May 2010

Singapore: Konsum, Konsum, Konsum... & salüüü Nüssli


z'Bsuech bim Nüssli im Büro

Nach Malaysia haben wir uns ein paar Tage Singapore gegönnt. Singapore wird von einem Thema dominiert: Konsum. Der Alltag eines Singaporeaner besteht aus arbeiten, essen und viel viel Shopping. Dementsprechend ist auch die Erscheinung des Stadtbildes. Unzählige Wolkenkratzer ragen in den Himmel und es werden unaufhörlich neue gebaut. Die Kellergeschosse sind gefüllt mit Restaurants aller Preisklassen, darüber kommen jeweils ca. 6 Stockwerke Shopping Malls und darüber entweder Büros oder Wohnungen.


Flow-Riding

Fasziniert, shockiert und dann überfordert mit den dutzenden von Shopping-Malls haben wir das Shopping auch hier recht bald aufgegeben und uns dem Sightseeing gewidmet. Einmal mehr hat uns ein Hop-on-Hop-off-Bus zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten geführt und zum Schluss auch noch auf die Freizeit-Konsum-Insel Sentosa gefahren. Dort haben wir EINE richtig coole Attraktion entdeckt: Flow-Riding! Surfen auf einer künstlichen stehenden Welle.


Disco-Party im 70.Stock

Selbst verständlich habe wir uns auch mit Nüssli & Emma getroffen und uns nach allen Regeln der Kunst an einer Disco-Party im 70. Stock des Swiss Hotels vergnügt. Die Location war fantastisch, die Drinks noch teurer als im Mascotte (3dl Bier ~15.-CHF!!) und die engagierten Party-Anheizer völlig durchgeknallt. Alles in allem ein super Abend. :-)

PS: Claudia hat Dominik noch einen grossen Wunsch erfüllt und mit ihm im Kino Ironman 2 geschaut.

Sunday, 9 May 2010

Elsass und Holland mitten in Malaysia


Nach ein paar gemütlichen Tagen in Kuala Terengganu sind wir mit dem Nachtbus zurück nach KL gefahren und haben uns dort am Morgen um 5 Uhr auf die Suche nach einem Elsässischen Dörfchen im Hinterland von KL gemacht.


Die Taxifahrer erzählten selbstverständlich, dass es keinen Bus dorthin gibt und so brauchte es doch eine ganze Weile, bis wir im "Lokal Bas" mit einigen Malayen unterwegs nach Bukit Tinggi waren. Dort angekommen, stellte sich heraus, dass die Taxifahrer nicht ganz unrecht hatten, denn bis zum Elsässischen Dörfchen waren es nochmals 12km, die wir zu Fuss hätten zurücklegen müssen. Zum Glück nahm uns ein Englisches Päärchen mit dem Auto mit. So erfuhren wir, dass es sich nicht um ein richtiges Dorf, sondern um ein Luxus-Resort bestehend aus "Elsässischen" Häusern handelt und das Englische Päärchen erfuhr, dass nicht nur der Golfplatz hübsch, sondern dass das Hotel selbst auch sehr sehenswert ist.



Am Nachmittag gings dann mit dem Hotel-Shuttel zurück nach KL und von dort gleich weiter nach Melaka, einem hübschen Städtchen an der Süd-Küste, welches von den Portugiesen und Holländern sehr stark geprägt wurde. Die nächsten 4 Tage verbrachten wir mit Fahrradfahren, Sightseeing und lecker, günstig Sushi essen.

Sunday, 2 May 2010

Regen im Paradies und Unterwegs ohne Kopftuch im konservativen Norden

Nach einer Nacht in Kota Bharu gings zu völlig unchristlicher Zeit (selbst der Muhezin hat noch geschlafen!!) mit dem Taxi zur Fähre für die Perhentian Islands.

Gegen 10 Uhr machten wir uns am Long Beach auf die Suche nach einer einigermassen zahlbaren und gemütlichen Unterkunft. Da auf dieser Seite der Insel alles total überteuert war, machten wir den Spaziergang zur anderen Seite der Insel und fanden dort ein super schönes Bungi mit Meersicht.


Bungi mit Meer-Sicht.

Nach der sehr anstrengenden Bungi-Sucherei gönnten wir uns erst mal zwei Stunden Ruhe im Schatten... welcher uns leider nicht vor einem heftigen Sonnenbrand geschützt hat. :-(

Nach dem ersten Tauchgang sollten weitere folgen, doch das Wetter war anderer Meinung. Am dritten Tag auf der Insel begann es gegen Mittag zu schütten wie aus Kübeln. In der Nacht dachten wir, dass gleich das Bungalow wegfliegt oder der Blitz einschlägt und so war an den folgenden Tagen nicht ans Tauchen zu denken wegen des aufgewühlten Wassers.


Auffallend gross.

Grund genug für uns weiter zu ziehen nach Kuala Terengganu. Mit dem "Local Bas" gings von der Fähranlegestelle mit unzähligen Stopps nach Terengganu. Im Bus wie auch in Terengganu waren wir weit und breit die einzigen "ungläubigen" Westler und wurden auch dementsprechend gemustert. Manchmal war nicht klar ob wegen fehlendem Kopftuch bei Claudia, unserer weissen Hautfarbe oder weil Dominik etwas grösser ist als der Durchschnitt.

Vom Strand in die Grossstadt und dann in die Berge

Vier Tage verbrachten wir in der heissen, geschäftigen und leider wind-freien Grossstadt Kuala Lumpur ("KL" wie die Einheimischen es nennen). Nebst dem obligaten Hop-On-Hop-Off Bus der uns die wichtigsten Sehenswürdikeiten KLs brachte legten wir viele viele viele Kilometer zu Fuss zurück um China-Town, Little India und natürlich die Shopping-Malls abzuklappern.

Vor lauter Shopping-Möglichkeiten und unendlichem Angebot an allem wurde sogar Claudia fast schlecht. Den Einkaufs-Marathon sparen wir uns schön für die letzten Tage in Asien auf, zumal wir sonst alles Gekaufte mit uns rumschleppen müssten.

Viel mehr als die Malls haben uns jedoch die Petronas Towers beindruckt. Wir sind sogar am Morgen um halb neun Uhr eine Stunde in der Warteschlange gestanden um die begehrten Tickets für die Besichtigung zu ergattern.

Nach dem heissen und hektischen KL gings quasi mit dem Privat-Bus (wir waren die einzigen Passagiere im 50iger-Car) ab in die kühlen und ruhigen Cameron Highlands. Maximal 20°C und einmal Regen pro Tag waren eine sehr willkommene Abwechslung zu den vergangenen Wochen.


Die "See-all-in-one-day"-Tour (Rafflesia, Wasserfall, Teeplantage, Erdbeer- & Schmetterlingsfarm) mussten wir natürlich auch mitmachen. Wir wären gerne länger geblieben, aber das total feuchte Hostelzimmer und das katastrophale Bett machten uns den Abschied leicht.

Ab an die Wärme... Perhentian Islands wir kommen!