Von Kyoto aus fuhren wir nördlich ans Meer in ein kleines Städtchen namens Kanazawa. Dort verwöhnte uns unsere Unterkunft zum ersten Mal mit einem hauseigenen Onsen (Thermalbad). Das Städtchen ist weniger geschichtsträchtig, aber da es im WWII nicht zerbombt wurde, stehen hier noch immer sehr schöne alte Geisha- und Samurai-Häuser. Insbesonders der "Ninja"-Tempel gefiel uns sehr. Das kleine von aussen 2-stöckige Haus mit seinen 29 zum Teil versteckten Treppen und 5 Stockwerken, Geheimgängen, verborgenen Zimmern und Einbrecherfallen wäre für Kinder das ideale Haus um "Versteckis" zu spielen.
Mitten durch die Berge fuhren wir weiter südlich nach Takayama. Dort warteten drei Highlights auf uns: 1. wir konnten in einer Unterkunft in einem Tempel hausen. 2. es gibt hier eine Art japanischer "Ballenberg" mit rund 2 Dutzend sehr alten original Häusern aus der Region, in denen man viel über das Leben vor ca. 200 Jahren erfahren konnte. 3. Hida-Beef... Kobe-Beef ist in aller Welt bekannt als das beste (und teuerste) Rindfleisch der Welt. Hida-Beef ist zwar nicht so bekannt, aber soll anscheinend noch etwas besser und etwas teurer sein. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so kauften wir uns ein kleines Bisschen (100g à ~20CHF!!). Nach grosser Vorfreude, waren wir masslos enttäuscht. Es war zwar super zart und aromatisch, aber das nur deshalb, weil es sehr feinfaserig mit viel Fett durchzogen war (Fettanteil ca. 2/3!!!). So waren wir froh, dass wir nur die kleine Probierportion (150g) und nicht die grosse Platte (400g) eingekauft hatten.
Auf dem Rückweg nach Tokyo machten wir noch einen Abstecher nach Ito, in der Hoffnung den Mt.Fuji sehen zu können. Wir übernachteten in einem renovierten, alten Ryokan mit eigenen grossen und kleinen Onsen, inkl. Spa-Atmosphäre. WOW, grosser Luxus für's kleine Budget! Das war die bisher beste und schönste Unterkunft, die wir auf unserer Reise hatten.
Auf unserem Tagesausflug nach Hakone zeigten sich die Wettergötter wiedereinmal gnädig und gönnten uns einen wunderbaren Blick auf den Mt.Fuji, was in dieser Jahreszeit sehr ungewöhnlich ist. Als Belohnung genehmigten wir uns einen Faulenztag mit Ausflug zu einem Onsen mit Meerblick.
Zurück in Tokyo hatten wir ein dicht gedrängtes Programm: Lustige Leute beobachten (z.B. Maidens in der Anime-Street), den Fischmarkt besuchen, lustige Leute beobachten (z.B. überstylte Teenies bei Shibuya), einige Gärten anschauen, lustige Leute beobachten (z.B. Fashion-Victims jeden Alters in Shinjuku), fein Sushi essen, lustige Leute beobachten (z.B. Cosplayer im Yoyogi-Park), die Stadt vom Aussichtsstockwerk des Tokyo-Metropolitan-Government-Building anschauen und noch mehr lustige Leute beobachten (z.B. Teddys auch im Yoyogi-Park).
Anders als bei unserem ersten Besuch in Tokyo suchten wir diesmal auch die "hektischen" Plätze auf und stürzten uns in die Menschenmassen.
Wir genossen die drei Wochen in Japan, mit den lustigen, super freundlichen und hilfsbereiten Einwohnern sehr und wären auch gerne länger geblieben. Aber wir freuen uns jetzt auch wieder, in einem günstigeren Land etwas planfreier und gemächlicher reisen zu können.
Monday, 18 October 2010
Sunday, 10 October 2010
Japan Teil I: mit 300 Sachen durch Japan
Obwohl Tokyo bekannt ist für ungeheure Menschenmassen, wie Sardinen dicht gedrängt in U-Bahnwagons und die hyper-nervösen Neonlichter, welche die Nacht in den Strassen zum Tag machen, kam es uns nach China vor, als seien wir an einem Ort der Ruhe angekommen. Gleich abseits der Hauptstrasse beginnt eine vorstädtisch ruhige Welt, mitten in der belebten Metropole.
Da wir am Schluss unseres Japanaufenthaltes wieder nach Tokyo zurückkehren, machten wir uns schnell auf den Weg, den Rest des Landes zu erkunden. Leider reichte es nur für einen kurzen Abstecher nach Norden, in die Nähe der japanischen Alpen, für die Besichtigung der Tempel in Nikko.
Weil Japan vergleichsweise teuer ist, legten wir uns ein straffes 3-Wochen-Programm zurecht. Um unseren Zeitplan einigermassen einhalten zu können, düsten wir per Shinkansen (Super-Schnellzug) mit über 300km/h einmal quer durchs Land bis nach Hiroshima. Nach Besichtigung der Tempelanlagen auf Myajima (Insel vor Hiroshima) und den Sehenswürdigkeiten zur Explosion der Atom-Bombe vor 65 Jahren, düsten wir weiter nach Kyoto, der ehemaligen Hauptstadt Japans.
Weil Japan vergleichsweise teuer ist, legten wir uns ein straffes 3-Wochen-Programm zurecht. Um unseren Zeitplan einigermassen einhalten zu können, düsten wir per Shinkansen (Super-Schnellzug) mit über 300km/h einmal quer durchs Land bis nach Hiroshima. Nach Besichtigung der Tempelanlagen auf Myajima (Insel vor Hiroshima) und den Sehenswürdigkeiten zur Explosion der Atom-Bombe vor 65 Jahren, düsten wir weiter nach Kyoto, der ehemaligen Hauptstadt Japans.
In Kyoto gönnten wir uns dann doch 4 Tage, was in Anbetracht der unglaublichen Anzahl an Tempeln, Schreinen, Gärten und anderen Sehenswürdigkeiten viel zu kurz ist. Einen Ausflug nach Nara einem kleinen Dorf, mit einer Unzahl an Tempeln und Rehen (ja genau, lecker Reh!! in Nara aber nicht auf dem Teller, sondern überall im Dorf) und mit dem grössten Holzgebäude der Welt machten wir trotzdem.
Abgsehen von den zweifellos schönen und historisch bedeutsamen Stätten, die wir besuchten, genossen wir es vor allem, jeden Tag leckeren, frischen Fisch zu essen (vor allem in Form von Sushi) und die Einheimischen und deren Verhaltensweisen zu beobachten. Die Höflichkeit und die Manieren der Japaner sind unerreicht und kürzere Röcke (z.B. bei den Schuluniformen der Teenies) sieht man sonst wohl nur in Schmuddelfilmen. ;-)
Mehr Details könnt ihr bei den Bildern in unserer Gallery erfahren.
Da wir am Schluss unseres Japanaufenthaltes wieder nach Tokyo zurückkehren, machten wir uns schnell auf den Weg, den Rest des Landes zu erkunden. Leider reichte es nur für einen kurzen Abstecher nach Norden, in die Nähe der japanischen Alpen, für die Besichtigung der Tempel in Nikko.
Weil Japan vergleichsweise teuer ist, legten wir uns ein straffes 3-Wochen-Programm zurecht. Um unseren Zeitplan einigermassen einhalten zu können, düsten wir per Shinkansen (Super-Schnellzug) mit über 300km/h einmal quer durchs Land bis nach Hiroshima. Nach Besichtigung der Tempelanlagen auf Myajima (Insel vor Hiroshima) und den Sehenswürdigkeiten zur Explosion der Atom-Bombe vor 65 Jahren, düsten wir weiter nach Kyoto, der ehemaligen Hauptstadt Japans.
Weil Japan vergleichsweise teuer ist, legten wir uns ein straffes 3-Wochen-Programm zurecht. Um unseren Zeitplan einigermassen einhalten zu können, düsten wir per Shinkansen (Super-Schnellzug) mit über 300km/h einmal quer durchs Land bis nach Hiroshima. Nach Besichtigung der Tempelanlagen auf Myajima (Insel vor Hiroshima) und den Sehenswürdigkeiten zur Explosion der Atom-Bombe vor 65 Jahren, düsten wir weiter nach Kyoto, der ehemaligen Hauptstadt Japans.
In Kyoto gönnten wir uns dann doch 4 Tage, was in Anbetracht der unglaublichen Anzahl an Tempeln, Schreinen, Gärten und anderen Sehenswürdigkeiten viel zu kurz ist. Einen Ausflug nach Nara einem kleinen Dorf, mit einer Unzahl an Tempeln und Rehen (ja genau, lecker Reh!! in Nara aber nicht auf dem Teller, sondern überall im Dorf) und mit dem grössten Holzgebäude der Welt machten wir trotzdem.
Abgsehen von den zweifellos schönen und historisch bedeutsamen Stätten, die wir besuchten, genossen wir es vor allem, jeden Tag leckeren, frischen Fisch zu essen (vor allem in Form von Sushi) und die Einheimischen und deren Verhaltensweisen zu beobachten. Die Höflichkeit und die Manieren der Japaner sind unerreicht und kürzere Röcke (z.B. bei den Schuluniformen der Teenies) sieht man sonst wohl nur in Schmuddelfilmen. ;-)
Mehr Details könnt ihr bei den Bildern in unserer Gallery erfahren.
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