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Saturday, 31 July 2010

Beijing: viel Heiss, viel Nebel und noch viel mehr Chinesen

Unser China-Abenteuer begann in Beijing (Peking). Und es war gleich von Beginn weg ein Abenteuer. Plötzlich war alles nicht nur in einer fremden Sprache, sondern auch noch fast ausschliesslich mit fremden Schriftzeichen angeschrieben. Dank der Olympischen Spiele im 2008 waren immerhin die wichtigsten Touri-Sachen auch mit unserem Alphabet und zum Teil sogar in Englisch beschriftet.

Wir hatten 6 Tage Zeit, um Beijing und Umgebung zu erkunden, was bei einer Stadt dieser Grösse natürlich viel zu kurz ist. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und auch eine Akrobatik-Show konnten wir aber doch besuchen. Den Sommerpalast und das Olympia-Gelände mit dem Vogelnest (Stadion) besichtigten wir noch zu zweit, bevor sich am nächsten Tag Esther zu uns gesellte. Da Beijing, abgesehen von einigen Tempel-Hügeln, völlig flach ist, radelten wir trotz der über 35°C und fast 100% Luftfeuchtigkeit mit gemieteten Velos durch die Hutongs (die Quartiere mit den traditionellen einstöckigen Häusern und engen Gassen) von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit.

Im Palast Museum, besser bekannt als "verbotene Stadt", konnten wir zum ersten Mal so richtig erahnen, wieviele Chinesen es gibt. Mit gefühlten 1.3 Mrd. Chinesen besichtigten wir die riesige Palastanlage... und ab und zu waren plötzlich wir, "bleichen Rundaugen", die Foto-Attraktion und nicht der Kaiser-Sessel im nächsten Raum.

Einen Tagesausflug an die Chinesische Mauer konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wir hoffen auch, dass draussen auf dem Land, weit weg von Beijing die Sonne wiedermal sichtbar wäre. Doch leider erstreckte sich der Dunst nicht nur über die Stadt, sondern wie wir später herausfanden, über weite Teile Chinas... ähnlich wie der Hochnebel bei uns im November, aber halt auf Bodenhöhe und bei 30°C und mehr. Trotzdem hat uns der Besuch der Mauer und der Anblick dieses riesigen Bauwerkes sehr beeindruckt.

Fast noch interessanter, als die alten Bauwerke, waren die Chinesen und ihre Eigenheiten. So sahen wir zum Beispiel abends im Park Gruppen von älteren Damen und Herren die Hacky-Sack spielten oder tanzten (chinesisch-traditionell, Standard und auch Disco) oder ihre Fitness-Übungen machten. Auch in Bezug auf den Charakter haben wir ein sehr breites Spektrum erlebt: von freundlich interessiert und hilfsbereit, trotz Sprachbarriere, bis hin zu egoistischen Dränglern mit einer "ich-zuerst"-Einstellung, ohne Rücksicht auf die Mitmenschen. Doch alle haben eines gemeinsam: sie sind laut und machen "interessante" Geräusche, was auch immer sie gerade tun (rülpsen, schmatzen, chodere, pfeifen oder einfach sehr laut reden).

Wir wurden zwar vor einer Überdosis an Fertig-Nudel-Suppen gewarnt, aber ganz entgegen den geschürten Befürchtungen, sind wir weit von einer Überdosis entfernt. Bisher haben uns die Gassenküchen und kleinen Restaurants immer eine schmackhafte Alternative geboten, sodass wir die erste Fertig-Nudel-Suppe noch vor uns haben.

Tuesday, 27 July 2010

Philippinen : viel erlebt in kurzer Zeit

21 Tage hatten wir Zeit die Philippinen zu erkunden und wir wollten ALLES sehen. Unser erster Eindruck der Philippinen war leider nicht der beste, daher unser Tipp für Manila: "Skip it!". Wir mussten leider trotzdem hin, da wir das Visum für China organisieren mussten. Weiter nördlich präsentierte sich das Land scho bedeutend ansprechender. Freundliche Leute, gutes Essen, schöne Landschaften und super-günstiges Bier (60 Rp. für einen halben Liter) liessen uns die Hitze, die schlechte Luft, den Dreck, den Lärm und die unehrlichen Taxifahrer von Manila fast vergessen.

Banaue liegt im Norden von Luzon in gebirgiger Landschaft mit entsprechend kühlerem Klima. In engen Tälern waren die Einwohner gezwungen ihre Reisterrassen in den Fels zu hauen, was nach über 2000 Jahren Bewirtschaftung einen sehr eindrucksvollen Anblick bietet. Insbesondere die amphietheaterförmigen Reisterrassen von Batad liessen wir uns nicht entgehen.

Nach so viel Reis machten wir noch einen "kleinen" Abstecher (12h Bus) nach Vigan, der einzigen Spanischen Kolonialstadt, die vom WWII-Bombenhagel verschont geblieben ist. In einer wunderschönen Villa im spanischen Kolonialstil verbrachten wir eine Nacht, bevor es erneut mit dem Bus (8h) nach Manila ging, wo wir unser China-Visum abholen konnten.

Noch am gleichen Tag flüchteten wir von Manila nach Tagbilaran auf Bohol, wo wir auf ein Treffen mit den super-süssen Tarsir hofften. Mit dem Töffli erkundeten wir die Insel, besuchten das Tarsir Sanctuary (zwei mal, weil Claudia von den "schnüsigen" Fellknäueln nicht genug kriegen konnte), besichtigten einige riesige aus Korallen/Kalkstein erbaute christliche Kirchen und die Chocolate Hills (eine Laune der Natur => siehe Gallery).

Eigentlich hätten wir unbedingt noch die Walhaie vor der Küste in Süd-Leyte sehen wollen, aber leider haben wir die Walhai-Saison weit verpasst und der Zufall wollte es auch nicht, dass wir trotzdem ein einzelnes Exemplar zu Gesicht bekommen. Nach 4 Tagen "Whalewatching" ohne Wale verabschiedeten wir uns aus Padre Burgos und zogen weiter Richtung Boracay. Der Zwischenstop in Cebu auf dem Weg nach Boracay war zum Glück nur kurz, denn auch diese Stadt ist keinen Besuch wert.

Nachdem wir in den letzten Tagen einige schöne aber leider auch viele negative Sachen gesehen und erlebt haben, polierte Boracay unseren Gesamteindruck der Philippinen gehörig auf. Strand wie aus dem Bilderbuch, eine sensationelle Unterkunft (Blue Mango Inn) zum Nebensaison-Preis, die vermutlich besten Mangos der Welt, gutes Essen und sogar einen Abend mit alten Bekannten (siehe Gallery). Nach 5 Tagen Entspannung, Erholung, leckerem Essen und günstigem Bier mussten wir uns von Boracay verabschieden und noch einmal für eine Nacht nach Manila verbringen.

Als nächstes begeben wir uns ins Land der Mitte, um mit Esther und ca. 1,3 Mrd. Chinesen die Sehenswürdikeiten Chinas zu besuchen. :-)

Friday, 2 July 2010

Borneo: tierisch wild und aufgeräumt

Nach dem chaotischen (und zugemüllten) Indonesien, wirkte malayisch Borneo fast schon klinisch sauber. Kein Abfall am Strassenrand, gepflegte Hecken, Häuser und Gärten... wow! Auch das Essen konnte unsere hohen Erwartungen erfüllen: Roti Canai, Teh Tarek Ais, Curries und McFlurry Oreo-Mudpie :-)!

Was uns auf Borneo aber noch besser gefallen hat, war die Natur. Von Kota Kinabalu gings am höchsten Berg Süd-Ost-Asiens, dem Mt.Kinabalu, vorbei nach Sandakan, wo wir das Orang-Utan Rehabilitations Center "Sepilok" besuchten, um freie, halb-wilde Orang-Utans zu sehen. Danach verbrachten wir 3 Tage in der Nature Lodge am Kinabatangan-River.
Auf den Flussfahrten und Streifzügen durch den Dschungel ging das Tiere-Suchspiel weiter. Unter anderem sahen wir: Probosics Affen (die mit den lustigen Nasen), Makaken Affen, Hornbills, Kingfisher, Kraniche, grosse Echsen, Zwergeichhörnchen, eine Flussschlange, ein Flusskrokodil und oh wow... einen der seltenen Zwergelefanten (eigentlich haben wir nur sein Hinterteil gesehen, aber immerhin).

Nach so viel Getier waren die Erwartungen an den Mulu-Nationalpark sehr hoch. Vom tierischen Standpunkt her wurden wir enttäuscht, aber die schönen und riesigen Höhlen und der eindrückliche Bat-Exodus (Millionen von Fledermäusen, die in Gruppen in der Dämmerung die Höhle zur nächtlichen Insektenjagd verlassen => siehe Film, 50mb) machten den Mangel an Dschungelbewohnern locker wett.

Die Natur in Mulu hatte ein weiteres Spektakel zu bieten: Regen, aber richtig! Unser Propeller-Flugzeug konnte wegen der starken Niederschläge nicht landen und so wurde aus unserem Mittags- ein Abendflug.

Nach 11 Tagen auf Borneo gehts nun weiter in ein anderes Land: Philippinen, wir kommen!