Zurück in Bali konnten wir endlich unsere Pässe mit dem verlängerten Indo-Visum abholen und noch ein Bisschen shoppen und Sightseeing machen. Dreamland, der Surferstrand den Dominik vor 5 Jahren sooooo schön gefunden hat mit den kleinen, einfachen Unterkünften direkt am Wasser, hat leider den ganzen Charme verloren. Dafür steht jetzt dort eine Luxus-Hotel Anlage und die Touristenscharen werden mit überteuerten Snacks abgespeist.
Beim Uluwatu Tempel, der malerisch am Rand einer hohen Klippe trohnt, konnten wir dann einigen ungeschickten Touristen zuschauen, wie sie von den Affen beklaut wurden. Schwupps waren Brille, Handy, Flip-Flop oder Ohrringe weg, wenn man nicht aufpasste.
Dann ging's weiter nach Manado auf Sulawesi. Ziel für Sulawesi war es, einen Mimic-Octopus zu sehen und einige andere kuriose Kreaturen beim Muck-Diving zu entdecken. Zusammen mit Nathalie verbrachten wir einige Tage in Lembeh beim Tauchen. Das Tauchen in Lembeh ist anders, als man sich Tauchen in Indonesien eigentlich vorstellt. Es gibt kaum Korallen und die Sicht beträgt nur wenige Meter. Im Zick-Zack taucht man über den sandigen Grund und sucht nach (sogar für Asien) exotischen Tieren. Wir hatten viel Glück und sahen alles, was das Muck-Diver-Herz begehrt: Mimic-Octopus, Hairy-Frogfish, Seepferdchen, Flying-Gurnard, Steinfische, Skorpionfisch, Lionfish, Flundern, Kraken, Sepia und Schnecken aller Art.
Zur "Erholung" vom Suchspiel unter Wasser verbrachten wir dann noch ein paar Tage auf Bunaken... wieder beim Tauchen. ;-) Das Tauchen hier ist ebenfalls spitzenklasse, aber wieder klassisch mit vielen Fischen und bunten Korallen. Die Insel Bunaken ist quasi das Dach eines grossen Riffs, das auf allen Seiten fast senkrecht 50m zum sandigen Meeresgrund abfällt. Getaucht wir also in der Strömung entlang dieser üppig mit Korallen bewachsenen und von Millionen von Fischen bewohnten Steilwänden. Als Zugabe gibts in 30-39m Tiefe, vor Manado noch ein Wrack, das wir betauchen konnten.
Nach beinahe 6 Wochen in Indonesien, freuen wir uns auf etwas abwechslungsreichere Mahlzeiten auf Malayisch Borneo.
Sunday, 20 June 2010
Monday, 14 June 2010
Lombok & Gilis: zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen!
Noch immer ohne Pässe machten wir uns auf den Weg nach Lombok. In Senggigi angekommen, wussten wir noch nicht so recht, was wir auf Lombok genau machen wollten. Wiedereinmal mit dem Töffli haben wir die Insel erkundet und zum Schluss ein Kanadisches Päärchen kennengelernt, das uns von der Trekking-Tour auf den Rinjani-Vulkan vorgeschwärmt hat. "Trekking Rinjani is tough! We went through hell, but it was worth it. It was soooo beautiful. If you do it, just don't blame us, we told you it's tough!" Da Claudio und Isa uns das Trekking auch schon empfohlen hatten, haben wir beschlossen das Abenteuer in Angriff zu nehmen: 3 Tage, 2 Nächte, mit Führer und zwei Trägern.
"Streng" war tatsächlich nicht übertrieben. Die "irren" einheimischen Träger absolvieren die Strecke zwar in Flip-Flops (oder barfuss) und mit 30kg Gepäck auf einer Schulter, aber uns verweichlichten Sesselfurzern hat die Strecke einiges abverlangt.
Tag 1: 2000m Aufstieg, Übernachten am Kraterrand. Tag 2: Vor Sonnenaufgang 400m Aufstieg zum Aussichtspunkt (3000 M.ü.M.) mit Sicht auf den Lawa-speienden "Baby-Rinjani" und wieder runter zum Zeltplatz. Nach dem Frühstück 700m steilster Abstieg zum Mittagessen am Kratersee und baden in heissen Quellen. Am Nachmittag 700m noch steilerer Aufstieg zum gegenüberliegenden Kraterrand für die zweite Nacht. Super Aussicht auf Gipfel, See und Baby-Rinjani. Tag 3: 2000m Abstieg zurück ins Tal.
Zukünftigen Rinjani-Trekkern würden wir dasselbe sagen, was die beiden Kanadier zu uns gesagt hatten: "Es ist super schön, aber irre steil und irre streng."
Als Belohnung für die Strapazen gönnten wir uns anschliessend einige Tage auf Gili Trawangan: weisser Sandstrand, türkisfarbenes Meer, gutes Essen und als der gröbste Muskelkater vorbei war ein paar schöne Tauchgänge.
PS: Nein, die Magic-Mushrooms haben wir nicht ausprobiert!!
"Streng" war tatsächlich nicht übertrieben. Die "irren" einheimischen Träger absolvieren die Strecke zwar in Flip-Flops (oder barfuss) und mit 30kg Gepäck auf einer Schulter, aber uns verweichlichten Sesselfurzern hat die Strecke einiges abverlangt.
Tag 1: 2000m Aufstieg, Übernachten am Kraterrand. Tag 2: Vor Sonnenaufgang 400m Aufstieg zum Aussichtspunkt (3000 M.ü.M.) mit Sicht auf den Lawa-speienden "Baby-Rinjani" und wieder runter zum Zeltplatz. Nach dem Frühstück 700m steilster Abstieg zum Mittagessen am Kratersee und baden in heissen Quellen. Am Nachmittag 700m noch steilerer Aufstieg zum gegenüberliegenden Kraterrand für die zweite Nacht. Super Aussicht auf Gipfel, See und Baby-Rinjani. Tag 3: 2000m Abstieg zurück ins Tal.
Zukünftigen Rinjani-Trekkern würden wir dasselbe sagen, was die beiden Kanadier zu uns gesagt hatten: "Es ist super schön, aber irre steil und irre streng."
Als Belohnung für die Strapazen gönnten wir uns anschliessend einige Tage auf Gili Trawangan: weisser Sandstrand, türkisfarbenes Meer, gutes Essen und als der gröbste Muskelkater vorbei war ein paar schöne Tauchgänge.
PS: Nein, die Magic-Mushrooms haben wir nicht ausprobiert!!
Saturday, 5 June 2010
Bali: so oder anders
Mit dem Flugzeug kamen wir gegen Mitternacht von Yogya her in Denpasar an. Mit zwei jungen Zürcherinnen liessen wir uns nach kurzem "märten" ins Party-Zentrum von Bali chauffieren. Auch um Mitternacht war es kein Problem noch schnell schnell eine gute, günstige Unterkunft zu finden.
Da Kuta nebst Shopping und Party (vorwiegend für junge SurferInnen) nicht viel zu bieten hat, beschränkten wir unseren Aufenthalt auf einen Besuch im Immigration Office. Versuch Nr.2 unser 30-Tage-Visum um weitere 30 Tage zu verlängern. Im Gegensatz zum Kantor Immigrasi in Yogya, wurde uns erklärt, dass wir nur noch einmal zum Bezahlen und einmal zum Abholen des Visums im Immigration Office in Kuta erscheinen müssen. Als uns dies sogar von einigen Westlern bestätigt wurde, die soeben ihre Visa-Extension abholen konnten, beschlossen wir unsere Pässe für die nächsten 10 bis 14 Tage in die "vertrauensvollen" Hände der Indonesischen Beamten zu übergeben.
Ohne Pässe, dafür mit einem mulmigen Gefühl, verliessen wir am nächsten Tag Kuta in Richtung Ubud. Das kulturelle Zentrum Balis (Ubud) zeigte uns eine ganz andere Seite der Insel. Hier wird noch traditionell gelebt, musiziert und getanzt. In einem schmucken "Home-Stay" (also bei einer Familie, die ein paar Gästezimmer unterhält) genossen wir für ein paar Tage den Pool, die Aussicht und die Ruhe (abgesehen von den bellenden Hunden und krähenden Gockeln). Ubud hat vieles zu bieten: traditionelle Musik- und Tanzvorführungen, Kunstgallerien aller Art, Yoga-, Meditations- und Kochkurse und unzählige Läden mit Batikwaren, Dekoartikeln und Schmuck, sowie die ganze Bandbreite an Restaurants von hipp-und-teuer bis düster-schmuddelig-und-super-lecker. Ein paar dieser Restaurants haben wir dann mit Dominiks Cousin (René) und seiner Freundin, welche per Zufall auch in Indonesien unterwegs sind, ausprobiert.
Auf René und Nathalie's Hinweis mieteten wir einen Tag lang ein Töffli und besichtigten die Umgebung von Ubud und die darin versteckten Luxus-Resorts (siehe Gallery).
Auf einer ECO-Downhill-Velotour sahen wir dann noch das ländliche Bali: Reisernte, Aufbau der traditionellen Hausgemeinschaft, Herstellung des wohl teuersten Kaffees der Welt (link). Nach der wunderschönen Fahrt durch die Reisfelder erwartete uns noch ein super leckeres Buffet mit den lokalen Spezialitäten, z.B. geräucherte Ente. Mmmmhhhh... lecker, lecker!!
Da Kuta nebst Shopping und Party (vorwiegend für junge SurferInnen) nicht viel zu bieten hat, beschränkten wir unseren Aufenthalt auf einen Besuch im Immigration Office. Versuch Nr.2 unser 30-Tage-Visum um weitere 30 Tage zu verlängern. Im Gegensatz zum Kantor Immigrasi in Yogya, wurde uns erklärt, dass wir nur noch einmal zum Bezahlen und einmal zum Abholen des Visums im Immigration Office in Kuta erscheinen müssen. Als uns dies sogar von einigen Westlern bestätigt wurde, die soeben ihre Visa-Extension abholen konnten, beschlossen wir unsere Pässe für die nächsten 10 bis 14 Tage in die "vertrauensvollen" Hände der Indonesischen Beamten zu übergeben.
Ohne Pässe, dafür mit einem mulmigen Gefühl, verliessen wir am nächsten Tag Kuta in Richtung Ubud. Das kulturelle Zentrum Balis (Ubud) zeigte uns eine ganz andere Seite der Insel. Hier wird noch traditionell gelebt, musiziert und getanzt. In einem schmucken "Home-Stay" (also bei einer Familie, die ein paar Gästezimmer unterhält) genossen wir für ein paar Tage den Pool, die Aussicht und die Ruhe (abgesehen von den bellenden Hunden und krähenden Gockeln). Ubud hat vieles zu bieten: traditionelle Musik- und Tanzvorführungen, Kunstgallerien aller Art, Yoga-, Meditations- und Kochkurse und unzählige Läden mit Batikwaren, Dekoartikeln und Schmuck, sowie die ganze Bandbreite an Restaurants von hipp-und-teuer bis düster-schmuddelig-und-super-lecker. Ein paar dieser Restaurants haben wir dann mit Dominiks Cousin (René) und seiner Freundin, welche per Zufall auch in Indonesien unterwegs sind, ausprobiert.
Auf René und Nathalie's Hinweis mieteten wir einen Tag lang ein Töffli und besichtigten die Umgebung von Ubud und die darin versteckten Luxus-Resorts (siehe Gallery).
Auf einer ECO-Downhill-Velotour sahen wir dann noch das ländliche Bali: Reisernte, Aufbau der traditionellen Hausgemeinschaft, Herstellung des wohl teuersten Kaffees der Welt (link). Nach der wunderschönen Fahrt durch die Reisfelder erwartete uns noch ein super leckeres Buffet mit den lokalen Spezialitäten, z.B. geräucherte Ente. Mmmmhhhh... lecker, lecker!!
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