Unsere Flucht vor dem Wetter und den unfreundlichen Nord-Vietnamesen konnte uns nicht davon abhalten in Hoi An einen Stopp einzulegen. Hoi An ist berühmt für massgeschneiderte Kleider und darüber hinaus auch ein ganz hübsches kleines Städtchen.
So machten wir uns in Hoi An denn auch auf die Suche nach einem Schneiderladen, was bei über 200 Ateliers nicht ganz einfach war. Lieber alles bei einem Schneider machen lassen oder das Risiko einen schlechten ausgewählt zu haben aufteilen und bei mehreren Schneidern etwas bestellen? Da wir uns nicht damit anfreunden konnten etwas aus dem "Katalog" zu bestellen ohne zu wissen, ob der Schneider das überhaupt so schön machen kann, klapperten wir (fast) alle 200 Läden ab und hielten nach schönen Ausstellungstücken Ausschau. Schliesslich bestellten wir bei 3 verschiedenen Schneidern Kleider, Jacken, Hemden und T-Shirts. Nach dem vierten Mal anprobieren und nachbessern, passte dann auch alles und wir waren ganz zufrieden.
Aus den geplanten 3 Tagen in Hoi An wurden leider krankheitshalber 5 Tage... aber vor der Abreise war unsere Verdauung schon wieder so gut auf dem Damm, dass wir neben der schönen Altstadt auch noch das wohl beste Schoggi-Dessert (Schoggimousse-Törtchen umhüllt von dunkler Schokolade) des letzten halben Jahres sehr geniessen konnten. Mmmhh!!! LECKER!!
Weiter südlich, in Saigon (a.k.a. Ho Chi Minh City) legten wir uns die Pläne zurecht, wie wir aus Vietnam weiter Richtung Cambodia reisen wollten. Bevor wir weiter zogen, besichtigten wir die Cu Chi-Tunnels, ein über 200km langes Tunnelsystem nördlich von Saigon, das die Vietcong als Versteck vor den Amerikanern gebaut hatten. Sehr eindrücklich und SEHR eng! Ebenso besuchten wir den grössten Gao-Dai Tempel, einer "neuen" Religion, die es nur in Vietnam gibt. Ein Misch-Masch aus Hinduismus, Buddhismus, Christentum, Taoismus und Konfuzianismus...da soll einer noch drauskommen!
Nach drei Tagen in und um Saigon brachen wir auf zu einer 3-tägigen "Kaffeefahrt" mit ca. 40 anderen Touris durch das Mekong-Delta auf. Wir wurden von unserem singenden Guide, wie eine Schafherde von Sehenswürdigkeit zu Souvenirstand zu Tee-Pause (jeweils mit Einkaufsmöglichkeit versteht sich!) gehetzt. Massentourismus wie man ihn eigentlich nie erleben will! Trotz allem bekamen wir einen kleinen Einblick in das Leben am, im und um den Mekong. Am Ende der Tour fuhren wir nicht wie die meisten zurück nach Saigon, sondern mit dem Slow-Boat ins benachbarte Cambodia.
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