Obwohl Vang Vieng viel Charme hat, konnten wir uns losreissen (nicht wie andere Touristen, die wegen des Katers jeden Morgen/Mittag/Nachmittag den Bus verpassen und so wochenlang hier verhängen). Mit dem V.I.P.-MiniVan (WOW!!!) ging es über ca. 1 Million Kurven hoch nach Phonsavan in die etwas kühlere Hochebene der Tonkrüge. Berühmt ist diese Gegend wegen der über 2500 Jahre alten riesigen Steinkrüge, deren Ursprung und Verwendung noch heute ein Rätsel ist, sowie dafür, dass diese Hochebene die am stärksten verbombte Region der Welt ist. Die Amerikaner haben in dieser relativ kleinen Hochebene während dem Vietnam-Krieg mehr Bomben abgeworfen, als während des ganzen 2.Weltkrieges über Europa. Da ca. 30% der "Cluster-Bombs" nicht explodierten, stellen diese noch heute eine grosse Gefahr für die Bevölkerung dar.
Wieder über ca. 1 Mio. Kurven (die einer kanadischen Mitreisenden nicht so gut bekamen) fuhren wir hinunter in die Wärme nach Luang Prabang, der ehemaligen Hauptstadt von Laos. Luang Prabang, eingekeilt zwischen dem Mekong und einem kleineren Fluss, ist bilderbuchmässig für Touristen hergerichtet. Überall findet man schöne Gästehäuser im französischen Kolonialstil (z.T. neu erbaut) und schicke Cafés und Bars. Die eigentliche Attraktion sind aber die unzähligen aktiv genutzten Klöster und Tempel. Da die Mönche der Klöster selber nicht kochen dürfen, gehen sie jeden Morgen bei Sonnenaufgang in der sogenannten Morgenprozession auf Almosen-Tour durch die Stadt. Leider mauserte sich dieser schöne Brauch zu einem Touristenspektakel, bei dem sich viele westliche Touristen von ihrer respektlosesten Seite zeigen. Die Mönche wollten die traditionelle Prozession deshalb schon mal abschaffen, aber die Regierung hat angedroht einfach Laien-Schauspieler zu engagieren, um dieses Touristen-Magnet nicht zu verlieren.
Die Morgenprozession der Mönche und viele der reich verzierten Tempel liessen wir uns nicht entgehen, versuchten jedoch die buddhistischen Sitten und Bräuche zu respektieren. Ausserdem besuchten wir wieder einmal einen Kochkurs, diesmal nicht nur einen halben, sondern gleich einen ganzen Tag lang... einkaufen, käfele, kochen, essen, kochen, käfele, mehr kochen, alles essen. Uff! Mit einem Teil unserer Kochklasse machten wir am nächsten Tag noch einen Ausflug zu den kitschig schönen Wasserfällen mit den türkisen Becken zum Schwimmen. Bei einem der Pools hatte es sogar einen Rope-Swing, was für einigen Spass und heftigen Muskelkater am nächsten Tag sorgte.
Mit dem Slow-Boat ging es auf einer gemütlichen 2-Tages Mekongfahrt weiter bis nach Huay Xai an die thailändische Grenze.
Friday, 10 December 2010
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