Mit "Cordillera Traveller" machten wir uns von San Pedro de Atacama aus auf zur bolivianischen Grenze auf 4500 M.ü.M. mitten im Nichts. Dort wechselten wir das Fahrzeug und den Fahrer und bildeten mit 2 Schweizerinnen und einem deutschen Paar eine von drei "Jeep-Gruppen" für die nächsten paar Tage.
Juan, unser Guide, chauffierte uns sicher (und nüchtern!) bis auf knapp 5000 M.ü.M. zu allen Sehenswürdigkeiten und legte immer an den besten Orten Foto-Stopps für uns ein.
Der erste Tag hielt heisse Quellen, lustig blubbernde Geysire und die Laguna Colorado mit vielen Flamingos für uns bereit. Da es in dieser Höhe in der Nacht sehr kalt werden kann und die Häuser (wenn man sie so nennen darf) ungeheizt und schlecht isoliert sind, freuten wir uns, dass wir unsere kuschelig warmen Schlafsäcke aus Tibet mit dabei hatten. Alle anderen waren neidisch, aber zum guten Glück (für die anderen) wurde es gar nicht sooo kalt. ;-)
Am zweiten Tag (einige spürten immernoch heftig die Höhe und litten unter Kopfschmerzen und Übelkeit) ging es vorbei an vier Lagunen mit Flamingos, interessanten vom Wind geformten Steinformationen und wir sahen unterwegs diverse neugierige Tiere, die sich zum Teil von uns füttern liessen. Das Viscacha (sieht etwas aus wie ein Hase) und der Fuchs freuten sich über die Brötchen von gestern, aber für die Vicunas (die "wilden" Verwandten der Lamas) hatten wir leider nichts dabei.
Am dritten Tag stand das Highlight auf dem Programm. Nach einem kurzen Abstecher zum Zugs-Friedhof ging es Richtung Salar de Uyuni, der grössten Salzebene der Welt weiter. Im aus Salz gebauten "Restaurant" gab's noch eine kleine Stärkung, bevor wir mit dem Jeep in die schneeweisse Ebene hinein fuhren. Da die Regenzeit noch nicht so lange vorbei ist, sind grosse Teile der 12'106km2 grossen Salzwüste mit Wasser bedeckt, das bis in ein paar Monaten komplett verdunsten wird.
In Uyuni verbrachten wir nur eine Nacht, um am nächsten Morgen in die höchst gelegene Stadt der Welt (Potosi) zu fahren. Der Grund, auf über 4000 M.ü.M. eine Stadt zu bauen, war und ist der Cerro Rico, wo die Spanier vor knapp 500 Jahren angefangen haben Silber abzubauen. Die Einheimschen bauen dort noch heute Silber und andere Mineralien ab und für Touristen wie uns bietet sich die Möglichkeit eine Führung in einer solchen engen und staubigen Mine mitzumachen, was wir denn auch taten.
Sunday, 24 April 2011
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