Noch bevor wir in Ecuador ankamen, wurden wir von Peruanern vor der Gefährlichkeit Ecuadors gewarnt. Es kam uns vor, wie mit den Malaria-Warnungen in Asien. "No, no, we don't have Malaria here, but where you've been and where you are going it is very dangerous!".
Ja, ja... und an der Grenze wurden wir dann auch von einem freischaffenden "Leibwächter" für 10US$ (ein kleines Vermögen für diese Region) sicher über die Grenze begleitet, weil es hier offenbar soooo gefährlich sei für Touristen. Einige Bus-Stunden später kamen wir in Cuenca an, das uns schon gar nicht mehr soooo gefährlich erschien. Wir trafen unser früheres Reisegspändli Eveline (diesmal in Begleitung ihrer Schwester) zum Znacht und genossen einen Tag Zwangs-Pause, da sonntags fast alle Geschäfte, Restaurants und Museen geschlossen sind. Am Montag schafften wir es dann doch noch die Schrumpfkopf-Sammlung und die Panamahutfabrik anzuschauen.
Am Dienstag fuhren wir mit dem Bus weiter Richtung Banos und in Banos angekommen glaubten wir plötzlich an die Warnungen der Peruaner. Während der 40-minütigen Busfahrt von Ambato nach Banos schaffte es ein geschickter Dieb, Dominiks Tagesrucksack aufzuschlitzen und auszuräumen. Jackpot für den Dieb, er freute sich sicher über die 2500.-CHF teure Foto-Ausrüstung. Wir konnten seine Freude nicht teilen und gingen in Banos erst mal zur Polizei. :-(
Wegen der geklauten Kamera war Dominik für die nächsten 2 Tage recht grummlig... da half auch die schöne Landschaft und das sehr leckere Chääs-Fondue im Schweizer Restaurant nicht. In Banos hörten wir dann auch von X Leuten Geschichten über Raubüberfälle in Quito, aufgeschlitzte Rucksäcke im Bus nach Banos und so weiter. Da dämmerte uns, dass an den Warnungen der Peruaner (und jetzt auch vieler Touris) doch was dran war. Leider las Dominik auch die explizite Warnung vor dieser Bus-Route einen Tag zu spät im Reiseführer. MIST!
Leicht genervt und inzwischen SEHR paranoid fuhren wir weiter ins gefährliche Quito, für welches uns empfohlen wurde, nach Einbruch der Dunkelheit, sogar für 200m Gehdistanz, ein Taxi zu bestellen. Das kann ja heiter werden!
Von Quito aus besuchten wir den grossen Samstagsmarkt in Otavalo, wo wir den "Locals" beim Kauf und Verkauf von allerlei Getier (Meerschweinchen, Hasen, Katzen, Hühnern, Gänsen, Schweinen, Schafen und Kühen) zuschauen konnten. Der sehr touristische und total überteuerte Kunsthandwerksmarkt konnte uns mit der vielen Ware "Made-in-China" weniger begeistern.
Dafür lohnte sich der Tages-Bike-Ausflug zum Cotopaxi umso mehr. Mit dem Mini-Van den Vulkan hoch bis ans Ende der Strasse und dann bei eisigen Temperaturen und Nieselregen mit dem Bike runterdüsen. Unten angekommen, zeigten sich die Wolken gütig und gaben für 15 Minuten den Blick zurück auf den imposanten, schneebedeckten Vulkan frei.
Tuesday, 21 June 2011
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