Sicher in Kolumbien angekommen, machten wir gleich hinter der Grenze eine "Verschnaufpause". In Ipiales steht nämlich eine der sehenswertesten Kirchen der Welt (wie uns diverse Internetseiten beibrachten). So nahmen wir uns denn auch Zeit, die Kathedrale von Las Lajas zu besuchen um uns eine eigene Meinung zu bilden. Und tatsächlich, die an die Felswand einer engen Schlucht gebaute Kirche hat uns sehr beeindruckt... ein Halt, der sich sehr gelohnt hat.
Eine anstrengende und sehr rüttelige 8-stündige Busfahrt später, kamen wir in Popayan an, wo Miri schon auf uns wartete. Von Popayan selber bekamen wir leider nicht sooo viel zu Gesicht, da die Kolumbianer am Sonntag wirklich alles dicht machen, ausser den Kirchen für die Zeit der Messe. Und da am Montag gleich noch ein Feiertag war, war auch an unserem zweiten Tag in Popayan fast alles in der Stadt geschlossen.
Wir liessen uns deshalb mit einem Pick-Up zu heissen Quellen fahren, um dort in Ruhe im heissen Schwefelwasser zu baden. Doch mit "Ruhe" war nichts... wie wir herausfanden, nutzten auch die Einheimischen den freien Tag und pilgerten in Scharen in die Therme, mit Pic-Nic, Zelt und allem was dazu gehört. Mit dem Mountainbike sind wir dann (mehrheitlich bergab) durch die schöne Landschaft zurück nach Popayan gefahren.
Zusammen mit Miri reisten wir weiter in die Kaffee-Zone von Kolumbien. Im herzigen Kolonialstädtchen Salento machten wir einige Tage Halt. Wir besuchten selbstverständlich eine Kaffeefarm, liessen uns erklären wie der Kaffee hier angebaut, geerntet und verarbeitet wird und tranken natürlich viel feinen Kaffee. Im "Casona de Lili" fanden wir in der Küche einen guten Backofen und so konnten wir es nicht lassen, einen feinen Butterzopf zu backen! Zusammen mit Butter, Honig und gutem Kaffee, das perfekte Frühstück!
Eine weitere Sehenswürdigkeit in der Umgebung von Salento ist das Valle Cocora. Ein Tal mit grünen Kuhweiden, gespickt mit bis zu 60m hohen Wachs-Palmen und dies auf fast 3000m. Wir machten eine Tagesrundwanderung hinein ins Tal, bis zum "Reserva Natural Acaime" und über den Höhenweg wieder zurück.
Im Reservat Acaime gibt's eine Hütte, in welcher Panela (heisser Zuckerrohr-Sirup) mit Käse oder heisse Schokolade mit Käse serviert wird. Die eigentliche Attraktion sind aber die unzähligen Kolibris, die hier zu künstlichen Futterstellen kommen. Wir verbrachten ganze 3,5h damit den Kolibris beim "Essen" zuzuschauen und versuchten das perfekte Kolibri-Foto zu schiessen. WOW war das cool, die kleinen, super-nervösen und bunt schillernden Vögel zu beobachten.
Da Miri sich auf den Weg richtung Buenos Aires machte, trennten sich in Salento unsere Wege.
Friday, 8 July 2011
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