Am Freitag 5. Oktober 2012 gaben wir uns bei schönstem Herbstwetter in der Villette in Cham das Ja-Wort und feierten den Anlass im engsten Familien- und Freundeskreis.
Frisch vermählt ging's ans Packen für die Flitterwochen in Myanmar und bereits am Sonntag waren wir im Flugzeug unterwegs via Bangkok nach Yangon.
Myanmar wollen wir schon vor 2 Jahren während unserer Asien-Rundtour besuchen, mussten es aber wegen der politischen Situation damals auslassen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so freuten wir uns riesig auf die kommenden fast vier Wochen zu zweit unterwegs mit dem Rucksack.
Vom nass-kalten Zürich her kommend, waren die schwül-heissen 33°C in Yangon ein rechter Klimaschock. An unserem ersten Tag in Myanmar mussten wir natürlich erst mal lokales Geld auftreiben (in ganz Myanmar gibt es keine Bankomaten für Ausländer). Bewaffnet mit druckfrischen US-Dollar-Noten klappte das dann auch erfreulich gut und wir konnten uns fortan ums Sightseeing "kümmern".
Zu Fuss erkundeten wir die Innenstadt, sahen verfallende Kolonialhäuser, Pagoden, Hindu-Tempel, Moscheen, Kirchen und Synagogen und hatten die ersten Begegnungen mit überaus freundlichen Einheimischen.
Nachdem wir auch das Wahrzeichen von Yangon, die riesige, komplett vergoldete Shwedagon-Pagode angeschaut hatten, machten wir uns auf die Weiterreise nach Bagan... statt mit einer ewigen holprigen Busfahrt, zogen wir die bequeme Variante, per Flugzeug, vor.
Bagan ist berühmt für tausende von Pagoden aus verschiedenen Jahrhunderten, die über eine riesige Ebene verteilt sind. Diesen widmeten wir denn auch fast 3 ganze Tage. Am ersten Tag schauten wir uns im Dorf etwas um, am zweiten Tag ging es dann richtig los! Mit dem Pferde-Karren holperten wir von früh morgens bis nach Sonnenuntergang von Pagode zu Pagode. Leider wurde uns ein schöner Sonnenuntergang an diesem Abend verwehrt, dafür erlebten wir ein anderes Abenteuer.
Auf dem Heimweg begann es stark zu regnen und unser Kutscher lud uns kurzerhand zu sich nach Hause ein, um uns (und wohl auch die Kutsche) einigermassen trocken zu halten. Leider hielt der Regen länger an als erwartet und wir spielten schon fast mit dem Gedanken, das Angebot des Kutschers anzunehmen und bei ihm und seiner Familie in der Bambushütte zu übernachten. Als das Gewitter dann doch noch nachliess, brachte er uns mit dem Töffli heim... bzw. soweit wir halt kamen, denn vom vielen Regen war die Strasse an einer Stelle heftig von einem Bach überschwemmt. Nach einer weiteren Stunde liess der Strom etwas nach und wir konnten zu Fuss hindurch waten und zurück ins Hotel gehen.
Am nächsten Tag konnte man von dem Unwetter quasi nichts mehr sehen und wir erkundeten die Tempel in Alt-Bagan mit dem Velo. An diesem Abend wurden wir mit einem sehr schönen Sonnenuntergang belohnt, den wir mit einer gefühlten Million anderer Touristen auf einem Aussichtspunkt genossen.
Tuesday, 23 October 2012
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