Auf Grund diverser Warnungen vor schlimmen, schlimmen Langstrecken-Bus-Fahrten in Myanmar, versuchten wir möglichst andere Verkehrsmittel zu berücksichtigen. So entschieden wir uns, gegen eine 8-stündige Busfahrt und für eine 12-stündige Flussfahrt Strom aufwärts auf dem Ayeyarwaddy bis nach Mandalay. Für das frühe Aufstehen wurden wir denn auch mit einem schönen Sonnenaufgang über den Pagoden entlang des Ayeyarwaddy belohnt. Anstatt einer holprigen Bus-Fahrt konnten wir vom gemütlichen Boot aus das Leben entlang des Flusses beobachten und der Sonnenuntergang über den Pagoden von Sagaing war ebenfalls wunderschön.
Mandalay und Umgebung hielten einiges für uns bereit, aber da wir bis hierhin sehr uninformiert unterwegs waren, mussten wir erst mal etwas in den Guide-Books nachlesen, um die nächsten Tage planen zu können. Bemerkten wir denn auch, dass langsam aber sicher der Tourismus seine Spuren hinterlässt. Einige Taxifahrer neigten hier bereits zum "ooooh no, very far, very expensive, no public-transport", andere hingegen waren noch immer so super ehrlich und hilfsbereit, wie fast alle Einheimischen, die wir kennenlernten.... oder in welchem Land erklärt einem ein Taxifahrer schon, wo genau der nächste Local-Bus zur gewünschten Touri-Destination in der Stadt fährt?!
Wir entschieden uns gegen Taxis und benutzten die Linien-Pick-Ups, die bis unters Dach mit Einheimischen und Waren (und uns) gefüllt wurden. Immer sehr zum Amüsement aller Beteiligten. So lernten wir einmal einen Mönch kennen, der uns danach stolz die Sehenswürdigkeiten um sein Kloster zeigte und ein anderes Mal wurden wir regelrecht adoptiert von einer Lehrerin und einem Mönch, die dann den ganzen Nachmittag mit uns verbrachten, uns Geschenke kauften und uns zum Z'mittag einluden.
Nach drei Tagen hatten wir die "üblichen" Sehenswürdigkeiten in und um Mandalay angeschaut und entschieden uns, einen Abstecher ins kühle Hochland (25°C statt 33°C) nach Pyin U Lwin zu machen, einer alten Britischen Hill-Station, die früher als Höhen-Kurort benutzt wurde. Nachdem Dominik während der Bootsfahrt nach Mandalay "kränklich" war, legte es Claudia im Höhen-Kurort richtig ins Bett. Über 38°C-Fieber, Kopfweh, Husten und Gliederschmerzen. Nicht schön!
Dominik unternahm an Claudias Ruhetag eine Pilgerfahrt mit Einheimischen. Mit zwei Familien und zwei Mönchen reiste Dominik zu vier Pilgerorten und zum Schluss in den botanischen Garten. Auf Grund des Platzmangels nahmen die Mönche und Dominik auf dem Dach des Pick-Ups platz. Unsere gute SUVA hätte Schreikrämpfe bekommen. ;-)
Sunday, 28 October 2012
Tuesday, 23 October 2012
Frisch Verheiratet, frisch verreist
Am Freitag 5. Oktober 2012 gaben wir uns bei schönstem Herbstwetter in der Villette in Cham das Ja-Wort und feierten den Anlass im engsten Familien- und Freundeskreis.
Frisch vermählt ging's ans Packen für die Flitterwochen in Myanmar und bereits am Sonntag waren wir im Flugzeug unterwegs via Bangkok nach Yangon.
Myanmar wollen wir schon vor 2 Jahren während unserer Asien-Rundtour besuchen, mussten es aber wegen der politischen Situation damals auslassen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so freuten wir uns riesig auf die kommenden fast vier Wochen zu zweit unterwegs mit dem Rucksack.
Vom nass-kalten Zürich her kommend, waren die schwül-heissen 33°C in Yangon ein rechter Klimaschock. An unserem ersten Tag in Myanmar mussten wir natürlich erst mal lokales Geld auftreiben (in ganz Myanmar gibt es keine Bankomaten für Ausländer). Bewaffnet mit druckfrischen US-Dollar-Noten klappte das dann auch erfreulich gut und wir konnten uns fortan ums Sightseeing "kümmern".
Zu Fuss erkundeten wir die Innenstadt, sahen verfallende Kolonialhäuser, Pagoden, Hindu-Tempel, Moscheen, Kirchen und Synagogen und hatten die ersten Begegnungen mit überaus freundlichen Einheimischen.
Nachdem wir auch das Wahrzeichen von Yangon, die riesige, komplett vergoldete Shwedagon-Pagode angeschaut hatten, machten wir uns auf die Weiterreise nach Bagan... statt mit einer ewigen holprigen Busfahrt, zogen wir die bequeme Variante, per Flugzeug, vor.
Bagan ist berühmt für tausende von Pagoden aus verschiedenen Jahrhunderten, die über eine riesige Ebene verteilt sind. Diesen widmeten wir denn auch fast 3 ganze Tage. Am ersten Tag schauten wir uns im Dorf etwas um, am zweiten Tag ging es dann richtig los! Mit dem Pferde-Karren holperten wir von früh morgens bis nach Sonnenuntergang von Pagode zu Pagode. Leider wurde uns ein schöner Sonnenuntergang an diesem Abend verwehrt, dafür erlebten wir ein anderes Abenteuer.
Auf dem Heimweg begann es stark zu regnen und unser Kutscher lud uns kurzerhand zu sich nach Hause ein, um uns (und wohl auch die Kutsche) einigermassen trocken zu halten. Leider hielt der Regen länger an als erwartet und wir spielten schon fast mit dem Gedanken, das Angebot des Kutschers anzunehmen und bei ihm und seiner Familie in der Bambushütte zu übernachten. Als das Gewitter dann doch noch nachliess, brachte er uns mit dem Töffli heim... bzw. soweit wir halt kamen, denn vom vielen Regen war die Strasse an einer Stelle heftig von einem Bach überschwemmt. Nach einer weiteren Stunde liess der Strom etwas nach und wir konnten zu Fuss hindurch waten und zurück ins Hotel gehen.
Am nächsten Tag konnte man von dem Unwetter quasi nichts mehr sehen und wir erkundeten die Tempel in Alt-Bagan mit dem Velo. An diesem Abend wurden wir mit einem sehr schönen Sonnenuntergang belohnt, den wir mit einer gefühlten Million anderer Touristen auf einem Aussichtspunkt genossen.
Frisch vermählt ging's ans Packen für die Flitterwochen in Myanmar und bereits am Sonntag waren wir im Flugzeug unterwegs via Bangkok nach Yangon.
Myanmar wollen wir schon vor 2 Jahren während unserer Asien-Rundtour besuchen, mussten es aber wegen der politischen Situation damals auslassen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so freuten wir uns riesig auf die kommenden fast vier Wochen zu zweit unterwegs mit dem Rucksack.
Vom nass-kalten Zürich her kommend, waren die schwül-heissen 33°C in Yangon ein rechter Klimaschock. An unserem ersten Tag in Myanmar mussten wir natürlich erst mal lokales Geld auftreiben (in ganz Myanmar gibt es keine Bankomaten für Ausländer). Bewaffnet mit druckfrischen US-Dollar-Noten klappte das dann auch erfreulich gut und wir konnten uns fortan ums Sightseeing "kümmern".
Zu Fuss erkundeten wir die Innenstadt, sahen verfallende Kolonialhäuser, Pagoden, Hindu-Tempel, Moscheen, Kirchen und Synagogen und hatten die ersten Begegnungen mit überaus freundlichen Einheimischen.
Nachdem wir auch das Wahrzeichen von Yangon, die riesige, komplett vergoldete Shwedagon-Pagode angeschaut hatten, machten wir uns auf die Weiterreise nach Bagan... statt mit einer ewigen holprigen Busfahrt, zogen wir die bequeme Variante, per Flugzeug, vor.
Bagan ist berühmt für tausende von Pagoden aus verschiedenen Jahrhunderten, die über eine riesige Ebene verteilt sind. Diesen widmeten wir denn auch fast 3 ganze Tage. Am ersten Tag schauten wir uns im Dorf etwas um, am zweiten Tag ging es dann richtig los! Mit dem Pferde-Karren holperten wir von früh morgens bis nach Sonnenuntergang von Pagode zu Pagode. Leider wurde uns ein schöner Sonnenuntergang an diesem Abend verwehrt, dafür erlebten wir ein anderes Abenteuer.
Auf dem Heimweg begann es stark zu regnen und unser Kutscher lud uns kurzerhand zu sich nach Hause ein, um uns (und wohl auch die Kutsche) einigermassen trocken zu halten. Leider hielt der Regen länger an als erwartet und wir spielten schon fast mit dem Gedanken, das Angebot des Kutschers anzunehmen und bei ihm und seiner Familie in der Bambushütte zu übernachten. Als das Gewitter dann doch noch nachliess, brachte er uns mit dem Töffli heim... bzw. soweit wir halt kamen, denn vom vielen Regen war die Strasse an einer Stelle heftig von einem Bach überschwemmt. Nach einer weiteren Stunde liess der Strom etwas nach und wir konnten zu Fuss hindurch waten und zurück ins Hotel gehen.
Am nächsten Tag konnte man von dem Unwetter quasi nichts mehr sehen und wir erkundeten die Tempel in Alt-Bagan mit dem Velo. An diesem Abend wurden wir mit einem sehr schönen Sonnenuntergang belohnt, den wir mit einer gefühlten Million anderer Touristen auf einem Aussichtspunkt genossen.
Sunday, 26 August 2012
Finnland, Mozartland, Sissiland: Sommerferien in Europa
Für Dominiks erste richtige Ferien seit der Rückkehr von unserer Reise vor einem Jahr, haben wir uns entschieden in Europa zu bleiben und einen kleinen Abstecher nach Finnland und dann eine Touri-Tour durch Österreich zu machen.
Finnland nicht einfach so, sondern um Dominiks Bruder Michel mit Familie zu besuchen, die von Singapore nach Finnland in ihr Sommerhäuschen fuhren und uns dort als Gäste willkommen hiessen.
So verbrachen wir einige Tage damit mit Alma & Oskar zu spielen, Mücken zu töten oder vor ihnen zu fliehen und genossen Camilla und Michels gute Küche und Gastfreundschaft. (@C,M,A&O: Vielen Dank an dieser Stelle, wir haben es sehr genossen mit euch!)
Total entspannt und leicht verstochen reisten wir zurück nach Zürich und am nächsten Morgen gleich mit dem Zug weiter nach Salzburg.
Nach dem ruhigen und verhältnismässig menschenleeren Finnland waren die Millionen von Touristen und das ganze Mozart-Gewusel (Mozart-Geburtshaus, Mozart-Kugeln, Mozart-Wohnhaus, Mozart-Kugeln, Mozart-Museum, Mozart-Kugeln...) ein totaler Kultur-Schock. Nichts desto trotz stürzten wir uns mit der Kamera bewaffnet ins Getümmel. Wir besichtigten die wunderschöne Altstadt Salzburgs, die Festung Hohensalzburg und mit Dani und Asa verbrachten wir einen lustigen Nachmittag im Biergarten.
Bevor wir weiter nach Mondsee fuhren, machten wir noch einen Tagesausflug zu den "Eisriesenwelten" (was für ein doofer Name für eine Eishöhle!), der grössten Eishöhle der Welt mit spektakulären natürlich wachsenden Eisformationen (und angenehmen 0°C) im Innern.
Am Wochenende wurde in Mondsee geheiratet... nein, nicht wir, aber Markus und Andrea gaben sich in der schönen kleinen Kirche ob Mondsee das "JA"-Wort und zusammen mit Freunden aus der ganzen Welt stieg im Schloss Mondsee dann die Hochzeitsparty.
Leicht übernächtigt und noch nicht ganz fahrtüchtig nahmen wir den Zug am Sonntag Abend nach Wien, wo Sissi und Franz auf uns warteten... oder so. Was Mozart für Salzburg ist, sind Kaiserin Sissi und Kaiser Franz für Wien... nur dass es hier auch noch Einheimische und nicht nur Touris auf der Strasse hat. Solche Einheimische trafen wir dann auch. :-) Silke und Patrick (die wir in Laos kennengelernt hatten) hiessen uns willkommen und hatten schon ein super vorbereitetes Touri-Programm für uns parat. (Vielen Dank!!) So schauten wir uns drei Tage lang die Highlights in und um Wien an (Sissi-Museum, Kaiserliche Prunkräume, Schloss Schönbrunn, Hofburg, Dom, Wiener Opernhaus) und assen alle lokalen Spezialitäten, die uns in die Finger kamen (Sachertorte im Café Sacher, Topfenstrudel, Wiener Schnitzel im Schilling & im Figelmüller, Käsekrainer am Hohen Markt, Trzesniewski's unaussprechlich gute Brötchen und lokale Weine in diversen Heurigen).
An Maria Himmelfahrt hatten unsere "Local-Guides" frei und machten mit uns einen Ausflug in die Wachau, ein super-idyllisches Wein- und Marillen-Anbaugebiet ausserhalb von Wien.
Und rumms schon waren die drei Wochen Ferien um. Für Claudia fing vor ein paar Tagen das neue Schuljahr an und Dominik gesellte sich auch zurück ins Büro.
Finnland nicht einfach so, sondern um Dominiks Bruder Michel mit Familie zu besuchen, die von Singapore nach Finnland in ihr Sommerhäuschen fuhren und uns dort als Gäste willkommen hiessen.
So verbrachen wir einige Tage damit mit Alma & Oskar zu spielen, Mücken zu töten oder vor ihnen zu fliehen und genossen Camilla und Michels gute Küche und Gastfreundschaft. (@C,M,A&O: Vielen Dank an dieser Stelle, wir haben es sehr genossen mit euch!)
Nach dem ruhigen und verhältnismässig menschenleeren Finnland waren die Millionen von Touristen und das ganze Mozart-Gewusel (Mozart-Geburtshaus, Mozart-Kugeln, Mozart-Wohnhaus, Mozart-Kugeln, Mozart-Museum, Mozart-Kugeln...) ein totaler Kultur-Schock. Nichts desto trotz stürzten wir uns mit der Kamera bewaffnet ins Getümmel. Wir besichtigten die wunderschöne Altstadt Salzburgs, die Festung Hohensalzburg und mit Dani und Asa verbrachten wir einen lustigen Nachmittag im Biergarten.
Bevor wir weiter nach Mondsee fuhren, machten wir noch einen Tagesausflug zu den "Eisriesenwelten" (was für ein doofer Name für eine Eishöhle!), der grössten Eishöhle der Welt mit spektakulären natürlich wachsenden Eisformationen (und angenehmen 0°C) im Innern.
Am Wochenende wurde in Mondsee geheiratet... nein, nicht wir, aber Markus und Andrea gaben sich in der schönen kleinen Kirche ob Mondsee das "JA"-Wort und zusammen mit Freunden aus der ganzen Welt stieg im Schloss Mondsee dann die Hochzeitsparty.
Leicht übernächtigt und noch nicht ganz fahrtüchtig nahmen wir den Zug am Sonntag Abend nach Wien, wo Sissi und Franz auf uns warteten... oder so. Was Mozart für Salzburg ist, sind Kaiserin Sissi und Kaiser Franz für Wien... nur dass es hier auch noch Einheimische und nicht nur Touris auf der Strasse hat. Solche Einheimische trafen wir dann auch. :-) Silke und Patrick (die wir in Laos kennengelernt hatten) hiessen uns willkommen und hatten schon ein super vorbereitetes Touri-Programm für uns parat. (Vielen Dank!!) So schauten wir uns drei Tage lang die Highlights in und um Wien an (Sissi-Museum, Kaiserliche Prunkräume, Schloss Schönbrunn, Hofburg, Dom, Wiener Opernhaus) und assen alle lokalen Spezialitäten, die uns in die Finger kamen (Sachertorte im Café Sacher, Topfenstrudel, Wiener Schnitzel im Schilling & im Figelmüller, Käsekrainer am Hohen Markt, Trzesniewski's unaussprechlich gute Brötchen und lokale Weine in diversen Heurigen).
An Maria Himmelfahrt hatten unsere "Local-Guides" frei und machten mit uns einen Ausflug in die Wachau, ein super-idyllisches Wein- und Marillen-Anbaugebiet ausserhalb von Wien.
Und rumms schon waren die drei Wochen Ferien um. Für Claudia fing vor ein paar Tagen das neue Schuljahr an und Dominik gesellte sich auch zurück ins Büro.
Sunday, 23 October 2011
Schilthorn, Jungfraujoch und Zermatt: mit halb Asien unterwegs in der Schweiz
Wir haben in 16 Monaten verdammt viel von der Welt gesehen, aber Dominik war noch nie auf dem Jungfraujoch und Claudia hat das Matterhorn noch nie "live" gesehen. Was für ein Missstand!! Höchste Zeit, etwas Sightseeing in der wunderschönen Schweiz zu machen.
Wir entschieden uns, uns den Asiaten anzuschliessen und das Hi-Speed-Touri-Programm für die Schweiz mitzumachen. An einem wunderschönen Herbstwochenende machten wir uns also auf den Weg ins Berner Oberland.
Mit dem Zug reisten wir am Samstag Morgen von Zürich via Bern nach Interlaken, an den Überschwemmungsschäden vom letzten Wochenende vorbei, zu unserem ersten Touri-Ziel: Piz Gloria auf dem Schilthorn. Bekannt aus dem James Bond Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" aus dem Jahre 1969. Wir genossen die sensationelle 360°-Aussicht und teilten unsere mitgebrachten Sandwiches mit den super-zutraulichen Bergdohlen. Sie frassen uns zwar aus den Händen, aber streicheln konnte Claudia dann doch keine.
Nach einem Kaffee im Drehrestaurant "Piz Gloria" machten wir uns auf den überhaupt nicht anstrengenden Abstieg (mit dem Bähnli) zurück ins Tal, um dort noch die Trümmelbachfälle anzuschauen. In Interlaken übernachteten wir im Mattenhof Resort, wo wir, dank später Ankunftszeit, ein Upgrade in die Suite mit Jungfrau-Sicht und Whirlpool erhielten. :-)
Am Sonntag hiess es früh aufstehen, um vor China, Japan, Taiwan und Indien auf dem Jungfraujoch zu sein. Schon die Fahrt mit der Zahnradbahn entlang der Eigernordwand bis zur kleinen Scheidegg war spektakulär. Doch dann kam der totale Irrsinn unserer Vorfahren... wer baut denn schon um 1900 einen Eisenbahntunnel von 2060 Meter über Meer bis hoch auf's Jungfraujoch auf 3471 Meter über Meer?! Die spinnen die Schweizer!
Oben angekommen machten wir natürlich die gleichen Touri-Fotos wie all die Asiaten, aber immerhin wanderten wir noch 45min durch den Schnee zur Mönchsjoch Hütte. Auch dort teilten wir unsere mitgebrachten Sandwiches wieder mit dem zutraulichen Bergdohlen. Nach dem Besuch in der Eisgrotte und der Aussichtsplattform in der Sphinx machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Highlight: Zermatt.
Da wir erst nach dem Eindunkeln in Zermatt ankamen, musste sich Claudia noch etwas gedulden, um einen Blick auf's Matterhorn zu erhaschen. Am Montag Morgen war es dann soweit... ca. um 6.30 war es hell genug, um vom Zimmer aus das Matterhorn zu erspähen und zu sehen, dass der Himmel wolkenlos war. Das Frühstück nahmen wir dann im Wintergarten des Hotel Couronne mit wunderbarer Sicht auf's Matterhorn ein. Immer wieder musste Claudia aufschauen um es nochmals zu bestaunen, das Matterhorn.
Mit der Zahnradbahn fuhren wir dann hoch auf den Gornergrat und freuten uns ab den japanischen, indischen und chinesischen Ansagen im Bähnli und natürlich amüsierten wir uns bei der Bergstation Gornergrat darüber, wie die Asiaten für Fotos posierten.
Dann hielt uns nichts mehr zurück und wir machten uns auf eine kurze Wanderung (!!!!!!!) hinunter zum Riffelsee, um die Spiegelung des Matterhorns darin zu betrachten.
In einer 5-stündigen Zugfahrt mit herrlicher Aussicht fuhren wir via Interlaken - Brünig - Luzern nach Zürich, fest entschlossen wiedermal einen Blog zu schreiben und die über 500 Fotos möglichst bald auszusortieren.
Wir entschieden uns, uns den Asiaten anzuschliessen und das Hi-Speed-Touri-Programm für die Schweiz mitzumachen. An einem wunderschönen Herbstwochenende machten wir uns also auf den Weg ins Berner Oberland.
Mit dem Zug reisten wir am Samstag Morgen von Zürich via Bern nach Interlaken, an den Überschwemmungsschäden vom letzten Wochenende vorbei, zu unserem ersten Touri-Ziel: Piz Gloria auf dem Schilthorn. Bekannt aus dem James Bond Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" aus dem Jahre 1969. Wir genossen die sensationelle 360°-Aussicht und teilten unsere mitgebrachten Sandwiches mit den super-zutraulichen Bergdohlen. Sie frassen uns zwar aus den Händen, aber streicheln konnte Claudia dann doch keine.
Nach einem Kaffee im Drehrestaurant "Piz Gloria" machten wir uns auf den überhaupt nicht anstrengenden Abstieg (mit dem Bähnli) zurück ins Tal, um dort noch die Trümmelbachfälle anzuschauen. In Interlaken übernachteten wir im Mattenhof Resort, wo wir, dank später Ankunftszeit, ein Upgrade in die Suite mit Jungfrau-Sicht und Whirlpool erhielten. :-)
Am Sonntag hiess es früh aufstehen, um vor China, Japan, Taiwan und Indien auf dem Jungfraujoch zu sein. Schon die Fahrt mit der Zahnradbahn entlang der Eigernordwand bis zur kleinen Scheidegg war spektakulär. Doch dann kam der totale Irrsinn unserer Vorfahren... wer baut denn schon um 1900 einen Eisenbahntunnel von 2060 Meter über Meer bis hoch auf's Jungfraujoch auf 3471 Meter über Meer?! Die spinnen die Schweizer!
Oben angekommen machten wir natürlich die gleichen Touri-Fotos wie all die Asiaten, aber immerhin wanderten wir noch 45min durch den Schnee zur Mönchsjoch Hütte. Auch dort teilten wir unsere mitgebrachten Sandwiches wieder mit dem zutraulichen Bergdohlen. Nach dem Besuch in der Eisgrotte und der Aussichtsplattform in der Sphinx machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Highlight: Zermatt.
Da wir erst nach dem Eindunkeln in Zermatt ankamen, musste sich Claudia noch etwas gedulden, um einen Blick auf's Matterhorn zu erhaschen. Am Montag Morgen war es dann soweit... ca. um 6.30 war es hell genug, um vom Zimmer aus das Matterhorn zu erspähen und zu sehen, dass der Himmel wolkenlos war. Das Frühstück nahmen wir dann im Wintergarten des Hotel Couronne mit wunderbarer Sicht auf's Matterhorn ein. Immer wieder musste Claudia aufschauen um es nochmals zu bestaunen, das Matterhorn.
Mit der Zahnradbahn fuhren wir dann hoch auf den Gornergrat und freuten uns ab den japanischen, indischen und chinesischen Ansagen im Bähnli und natürlich amüsierten wir uns bei der Bergstation Gornergrat darüber, wie die Asiaten für Fotos posierten.
Dann hielt uns nichts mehr zurück und wir machten uns auf eine kurze Wanderung (!!!!!!!) hinunter zum Riffelsee, um die Spiegelung des Matterhorns darin zu betrachten.
In einer 5-stündigen Zugfahrt mit herrlicher Aussicht fuhren wir via Interlaken - Brünig - Luzern nach Zürich, fest entschlossen wiedermal einen Blog zu schreiben und die über 500 Fotos möglichst bald auszusortieren.
Tuesday, 2 August 2011
San Blas Islands & Panama: zum Abschluss nochmal Strand und richtig lecker Fleisch
Zwischen Kolumbien und Panama liegen einige Kilometer undurchdringbare Sumpflandschaft, keine Strassen, kein Durchkommen! Da wir trotzdem nach Panama wollten/mussten (um unseren Heimflug von Panama City nach Zürich zu erwischen), gab es für uns zwei Möglichkeiten: 1,5h fliegen oder 5 Tage durch die Karibik segeln. :-)
Noch in Cartagena trafen wir Martin (unser Antarktis-Mit-Explorer) wieder, der seine Reisepläne so richtete, dass er mit uns auf diesen Segeltörn kommen konnte.
Unter den vielen, vielen Booten, die diese Route für Backpacker anbieten, wählten wir Captain Bob mit seinem Katamaran Viva. Der Reiseplan sah vor, dass wir bis zu den San Blas Islands segeln und dort einige Tage die Inseln und verlassenen Strände geniessen würden.
Die ersten zwei Tage waren quasi der Preis, den wir bezahlen mussten, um diese schönen Inseln sehen zu können. Wir lagen mehr oder weniger apathisch mit Seekrankheitstabletten zugedröhnt herum und hofften auf ruhigere See. Die Wellen waren zwar bedeutend kleiner als in der Drake-Passage, aber dort hatten wir ja auch ein VIEL grösseres Boot. Unser "kleine" Katamaran wurde von den "nur" 3 Meter hohen Wellen recht hin und her geschaukelt.
Der Morgen des dritten Tages brachte DIE Erlösung. Hinter dem Barrieren-Riff, zwischen drei kleinen Inseln ankerten wir in klarem, türkisem und vor allem ruhigen Wasser. WOW!! Das Leiden hatte sich gelohnt! Die nächsten drei Tage sind schnell zusammengefasst: Sommer, Sonne, Sonnenschein, Schnorcheln im türkisen Wasser und faulenzen an einsamen, weissen Stränden unter Palmen und zur Abkühlung eisgekühltes Bier trinken. :-)
Die letzte Nacht war dann wieder weniger gemütlich und mit einigem Wellengang segelten wir nach Porto Bello in Panama. Die nächsten drei Tage verbrachten wir dann in Panama City. Wir verabschiedeten uns von Martin, der noch einige Wochen vor sich hat und trafen nochmals Bekannte von zu Hause: Urs und Sibylle.
Gemeinsam mit ihnen besuchten wir den Panama Kanal, schauten uns Panamas koloniale Altstadt und die top moderne Neu-Stadt an und gönnten uns nochmal richtig, richtig leckeres südamerikanisches Fleisch.
Am 27. Juli mussten/durften wir unsere Heimreise antreten. Via Amsterdam flogen wir mit KLM nach Zürich, wo wir müde, aber glücklich ankamen und sehr herzlich von unseren Familien empfangen wurden. In den letzten paar Wochen merkten wir, dass wir langsam, aber sicher reisemüde wurden und uns mehr und mehr auf die Schweiz, Familie & Freunde und viele, viele Kleinigkeiten freuten.
Noch in Cartagena trafen wir Martin (unser Antarktis-Mit-Explorer) wieder, der seine Reisepläne so richtete, dass er mit uns auf diesen Segeltörn kommen konnte.
Unter den vielen, vielen Booten, die diese Route für Backpacker anbieten, wählten wir Captain Bob mit seinem Katamaran Viva. Der Reiseplan sah vor, dass wir bis zu den San Blas Islands segeln und dort einige Tage die Inseln und verlassenen Strände geniessen würden.
Die ersten zwei Tage waren quasi der Preis, den wir bezahlen mussten, um diese schönen Inseln sehen zu können. Wir lagen mehr oder weniger apathisch mit Seekrankheitstabletten zugedröhnt herum und hofften auf ruhigere See. Die Wellen waren zwar bedeutend kleiner als in der Drake-Passage, aber dort hatten wir ja auch ein VIEL grösseres Boot. Unser "kleine" Katamaran wurde von den "nur" 3 Meter hohen Wellen recht hin und her geschaukelt.
Der Morgen des dritten Tages brachte DIE Erlösung. Hinter dem Barrieren-Riff, zwischen drei kleinen Inseln ankerten wir in klarem, türkisem und vor allem ruhigen Wasser. WOW!! Das Leiden hatte sich gelohnt! Die nächsten drei Tage sind schnell zusammengefasst: Sommer, Sonne, Sonnenschein, Schnorcheln im türkisen Wasser und faulenzen an einsamen, weissen Stränden unter Palmen und zur Abkühlung eisgekühltes Bier trinken. :-)
Die letzte Nacht war dann wieder weniger gemütlich und mit einigem Wellengang segelten wir nach Porto Bello in Panama. Die nächsten drei Tage verbrachten wir dann in Panama City. Wir verabschiedeten uns von Martin, der noch einige Wochen vor sich hat und trafen nochmals Bekannte von zu Hause: Urs und Sibylle.
Gemeinsam mit ihnen besuchten wir den Panama Kanal, schauten uns Panamas koloniale Altstadt und die top moderne Neu-Stadt an und gönnten uns nochmal richtig, richtig leckeres südamerikanisches Fleisch.
Am 27. Juli mussten/durften wir unsere Heimreise antreten. Via Amsterdam flogen wir mit KLM nach Zürich, wo wir müde, aber glücklich ankamen und sehr herzlich von unseren Familien empfangen wurden. In den letzten paar Wochen merkten wir, dass wir langsam, aber sicher reisemüde wurden und uns mehr und mehr auf die Schweiz, Familie & Freunde und viele, viele Kleinigkeiten freuten.
Monday, 25 July 2011
San Gil, Tayrona, Cartagena: schwitzen mit Stil... Kolonialstil!
Von Bucaramanga aus machten wir einen Ausflug nach San Gil, eigentlich "das Zentrum für Abenteuersport in Kolumbien", aber uns interessierte viel mehr der Canyon de Chicamocha und das kleine Kolonial-Städtchen Barichara ganz in der Nähe.
Auf dem Weg nach San Gil fuhren wir mit dem Bus durch den Canyon de Chicamocha und machten einen Halt beim gleichnamigen Nationalpark. Da dieser aber mehr Disney Land, als ein Natur Park war, wurde dieser Halt sehr kurz. Foto links, Foto rechts und ab mit dem nächsten Bus nach San Gil, wo wir den Rest des Nachmittags am Hostel-Pool verbrachten. HERRLICH!!
Ein heftiges Gewitter, bzw. ein Blitz sorgte dafür, dass ein kleines Transformerhäuschen "explodierte" und wir (sowie das ganze Dorf) im Dunkeln Znacht assen. Da ohne Strom nicht viel los war in San Gil, gingen wir entsprechend früh ins Bett... leider auch ohne Ventilator und das bei 30°C im Zimmer. Am nächsten Tag (Montag) besuchten wir das klitze-kleine Kolonial-Städtchen Barichara, das von allen Kolumbianern in den höchsten Tönen gerühmt wurde. Hübsch war es tatsächlich, aber vermutlich erholten sich alle Einheimischen vom Touristenandrang vom Sonntag und so war am Montag fast alles geschlossen.
Via Bucaramanga ging es dann wieder nordwärts und zwar mit unserem vorerst letzten Nachtbus (HURRAAA!!!!) nach Santa Marta, dem Ausgangsort für Besuche im Tayrona National Park... nein diesmal kein Disney Land, sondern tatsächlich Natur pur!
Mit leichtem Gepäck machten wir uns auf in den Park. Zuerst mit dem Bus und dann zwei Stunden zu Fuss bis zum ersten Karibik-Strand. Die Hauptattraktionen des Parks sind der unberührte Trockenwald und die unverbaute, zerklüftete Küste, gespickt mit malerischen Buchten mit schönen weissen Sandstränden. Unser Interesse galt natürlich dem Wandern im Trockenwald.... NOT!!!!! Die Sandstrände waren unser Ziel. Übernachten kann man im ganzen Park nur an zwei Orten, entweder im eigenen oder gemieteten Zelt oder in der Hängematte. Zu Dominiks Entsetzen wollte Claudia unbedingt die Hängemattenoption ausprobieren, doch wie sich herausstellte schläft es sich in einer Hängematte bedeutend bequemer, als in einem Zelt auf einem dünnen Mätteli.
Nach zwei Tagen mit wenig Wandern und viel am Strand hängen und im warmen karibischen Meer baden, machten wir uns auf den Weg in unsere letzte kolumbische Stadt: Cartagena. Um ehrlich zu sein, haben wir von Cartagena nicht viel gesehen, aber das was wir gesehen haben, hat uns SEHR gut gefallen... wir haben volles Verständnis dafür, dass die UNESCO den alten Stadtkern zum Weltkulturerbe erklärt hat. Gegen Cartagena erblassen die meisten anderen "schönen" Kolonialstädte. Innerhalb der wenigen km2 der Altstadt kann man alles haben: vom teuren Boutique Hotel (400 CHF für's Doppelzimmer) bis zum Dorm-Bett für 10CHF oder lecker Sushi für 25CHF bis zum 3-Gang-Menu für 3CHF pro Person gibt's alles...und das meiste davon frittiert. ;-)
Das Frittierte und das Boutique Hotel liessen wir zwar bleiben, aber Cartagena hat uns trotz der über 30°C und knapp 100% Luftfeuchtigkeit wirklich super gefallen... wie ganz Kolumbien halt.
Auf dem Weg nach San Gil fuhren wir mit dem Bus durch den Canyon de Chicamocha und machten einen Halt beim gleichnamigen Nationalpark. Da dieser aber mehr Disney Land, als ein Natur Park war, wurde dieser Halt sehr kurz. Foto links, Foto rechts und ab mit dem nächsten Bus nach San Gil, wo wir den Rest des Nachmittags am Hostel-Pool verbrachten. HERRLICH!!
Ein heftiges Gewitter, bzw. ein Blitz sorgte dafür, dass ein kleines Transformerhäuschen "explodierte" und wir (sowie das ganze Dorf) im Dunkeln Znacht assen. Da ohne Strom nicht viel los war in San Gil, gingen wir entsprechend früh ins Bett... leider auch ohne Ventilator und das bei 30°C im Zimmer. Am nächsten Tag (Montag) besuchten wir das klitze-kleine Kolonial-Städtchen Barichara, das von allen Kolumbianern in den höchsten Tönen gerühmt wurde. Hübsch war es tatsächlich, aber vermutlich erholten sich alle Einheimischen vom Touristenandrang vom Sonntag und so war am Montag fast alles geschlossen.
Via Bucaramanga ging es dann wieder nordwärts und zwar mit unserem vorerst letzten Nachtbus (HURRAAA!!!!) nach Santa Marta, dem Ausgangsort für Besuche im Tayrona National Park... nein diesmal kein Disney Land, sondern tatsächlich Natur pur!
Mit leichtem Gepäck machten wir uns auf in den Park. Zuerst mit dem Bus und dann zwei Stunden zu Fuss bis zum ersten Karibik-Strand. Die Hauptattraktionen des Parks sind der unberührte Trockenwald und die unverbaute, zerklüftete Küste, gespickt mit malerischen Buchten mit schönen weissen Sandstränden. Unser Interesse galt natürlich dem Wandern im Trockenwald.... NOT!!!!! Die Sandstrände waren unser Ziel. Übernachten kann man im ganzen Park nur an zwei Orten, entweder im eigenen oder gemieteten Zelt oder in der Hängematte. Zu Dominiks Entsetzen wollte Claudia unbedingt die Hängemattenoption ausprobieren, doch wie sich herausstellte schläft es sich in einer Hängematte bedeutend bequemer, als in einem Zelt auf einem dünnen Mätteli.
Nach zwei Tagen mit wenig Wandern und viel am Strand hängen und im warmen karibischen Meer baden, machten wir uns auf den Weg in unsere letzte kolumbische Stadt: Cartagena. Um ehrlich zu sein, haben wir von Cartagena nicht viel gesehen, aber das was wir gesehen haben, hat uns SEHR gut gefallen... wir haben volles Verständnis dafür, dass die UNESCO den alten Stadtkern zum Weltkulturerbe erklärt hat. Gegen Cartagena erblassen die meisten anderen "schönen" Kolonialstädte. Innerhalb der wenigen km2 der Altstadt kann man alles haben: vom teuren Boutique Hotel (400 CHF für's Doppelzimmer) bis zum Dorm-Bett für 10CHF oder lecker Sushi für 25CHF bis zum 3-Gang-Menu für 3CHF pro Person gibt's alles...und das meiste davon frittiert. ;-)
Das Frittierte und das Boutique Hotel liessen wir zwar bleiben, aber Cartagena hat uns trotz der über 30°C und knapp 100% Luftfeuchtigkeit wirklich super gefallen... wie ganz Kolumbien halt.
Thursday, 14 July 2011
Medellin, Bogota, Bucaramanga: Fett, Gold, Wind
Die ehemalige Drogenhochburg Medellin hat seit dem Tod des Drogenbarons Pablo Escobar riesige Veränderungen erfahren. Es ist heute eine (relativ) sichere, moderne und für Touristen attraktive Stadt. Uns gefiel sie auf Anhieb. Leider kamen wir jedoch an einem Samstag Abend in Medellin an. Wie wir ja schon von Popayan wissen, ist am Sonntag alles geschlossen (sogar der Turibus fiel aus!) und die Kolumbianer strömen in Scharen in die Parks und Freizeitanlagen der Stadt. So fanden wir vor lauter Leute im botanischen Garten die Pflanzen gar nicht.
Da der Montag dann auch noch ein Feiertag war, wiederholte sich das Ganze gleich noch einmal. Restaurants und Läden waren geschlossen, das Natur-Reservat ausserhalb der Stadt war ab Mittag wegen zu hohem Andrang zu und die Pärke in der Stadt rammelvoll.
Immerhin machte der Turibus am Montag doch eine Stadt-Rundtour, bei der wir mitfahren konnten. Auf dieser Rundtour besuchten wir einige der überfüllten Parks und schauten uns ein paar FETTE Statuen des kolumbianischen Künstlers Botero an. Wir vermuten, dass Botero die Vorbilder für seine Statuen in der Bevölkerung findet, denn es ist unglaublich, wieviele wirklich wirklich wirklich übergewichtige, viel viel viel zu eng gekleidete Leute durch Medellin schwabbeln.
Am Dienstag hiess es für die Parks endlich durchschnaufen... die Stadt wirkte wie ausgestorben, da alle wieder an der Arbeit waren. Doch wir hatten uns zu früh gefreut, am Dienstag waren die Parks zwar leer, aber für Aufräumarbeiten allesamt geschlossen.
Nach 3 Tagen verliessen wir Medellin ohne die meisten Parks auf unserer "Must-Visit"-Liste wirklich gesehen zu haben. Da waren die Aussichten für Bogota schon besser. Hier wollten wir unbedingt das Goldmuseum und einige Kirchen in der Altstadt besuchen, was uns schon am ersten Tag gelang! Auch den Kaffee-Kurs "Espresso y Cappuccino" konnten wir super-kurzfristig noch organisieren. Im Kurs lernten wir die Tücken der Espressozubereitung kennen und brachten nach X Fehlschlägen auch einige sehr akzeptable Espressos zustande.
Mit Chef-Kaffee-Probiererin Claudia (die ein mega Koffein-Hoch hatte) besuchte Dominik dann noch die angebliche Touristen Attraktion Nr. 1 von Kolumbien, die Salz-Kathedrale in Zipaquira. Das mit der Nr.1 konnten wir nicht ganz nachvollziehen, aber beeindruckt von der Grösse der ausgehobenen Kavernen waren wir dennoch.
Die nächste Station auf unserer Reise nach Norden war Bucaramanga. Diese Stadt steht eigentlich überhaupt nicht auf der Liste der Top-Touristen-Attraktionen... ausser man ist Gleitschirmpilot. :-)
Wir quartierten uns bei Richi und Russel im "Flug-Hostel" ein und versuchten unser Glück und Können. Die Wetterverhältnisse und das schon recht betagte Flugmaterial waren eine rechte Herausforderung, aber schliesslich schafften wir es über eine Stunde mit Aussicht auf die Stadt im warmen Karibik-Wind zu soaren.
Da der Montag dann auch noch ein Feiertag war, wiederholte sich das Ganze gleich noch einmal. Restaurants und Läden waren geschlossen, das Natur-Reservat ausserhalb der Stadt war ab Mittag wegen zu hohem Andrang zu und die Pärke in der Stadt rammelvoll.
Immerhin machte der Turibus am Montag doch eine Stadt-Rundtour, bei der wir mitfahren konnten. Auf dieser Rundtour besuchten wir einige der überfüllten Parks und schauten uns ein paar FETTE Statuen des kolumbianischen Künstlers Botero an. Wir vermuten, dass Botero die Vorbilder für seine Statuen in der Bevölkerung findet, denn es ist unglaublich, wieviele wirklich wirklich wirklich übergewichtige, viel viel viel zu eng gekleidete Leute durch Medellin schwabbeln.
Am Dienstag hiess es für die Parks endlich durchschnaufen... die Stadt wirkte wie ausgestorben, da alle wieder an der Arbeit waren. Doch wir hatten uns zu früh gefreut, am Dienstag waren die Parks zwar leer, aber für Aufräumarbeiten allesamt geschlossen.
Nach 3 Tagen verliessen wir Medellin ohne die meisten Parks auf unserer "Must-Visit"-Liste wirklich gesehen zu haben. Da waren die Aussichten für Bogota schon besser. Hier wollten wir unbedingt das Goldmuseum und einige Kirchen in der Altstadt besuchen, was uns schon am ersten Tag gelang! Auch den Kaffee-Kurs "Espresso y Cappuccino" konnten wir super-kurzfristig noch organisieren. Im Kurs lernten wir die Tücken der Espressozubereitung kennen und brachten nach X Fehlschlägen auch einige sehr akzeptable Espressos zustande.
Mit Chef-Kaffee-Probiererin Claudia (die ein mega Koffein-Hoch hatte) besuchte Dominik dann noch die angebliche Touristen Attraktion Nr. 1 von Kolumbien, die Salz-Kathedrale in Zipaquira. Das mit der Nr.1 konnten wir nicht ganz nachvollziehen, aber beeindruckt von der Grösse der ausgehobenen Kavernen waren wir dennoch.
Die nächste Station auf unserer Reise nach Norden war Bucaramanga. Diese Stadt steht eigentlich überhaupt nicht auf der Liste der Top-Touristen-Attraktionen... ausser man ist Gleitschirmpilot. :-)
Wir quartierten uns bei Richi und Russel im "Flug-Hostel" ein und versuchten unser Glück und Können. Die Wetterverhältnisse und das schon recht betagte Flugmaterial waren eine rechte Herausforderung, aber schliesslich schafften wir es über eine Stunde mit Aussicht auf die Stadt im warmen Karibik-Wind zu soaren.
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