Da wir uns nicht zwischen Lijiang und Dali entscheiden konnten, beschlossen wir, beide Städtchen, die berühmt sind für ihre kitschig hergerichtete Altstadt, zu besichtigen.
Dali machte den Anfang. Da unser Zug um 6 Uhr Morgens ankam, konnten wir die Altstadt noch ohne Touris sehen. Später wimmelte es in den Gassen von chinesischen Tourgruppen und niemand hätte gedacht, dass die Hauptreisesaison der Chinesen eigentlich schon geendet hatte. Genauso wie die Altstadt wurde auch der Park um die 3 Pagoden vollständig renoviert und neu auf "alt" gemacht. Das Resultat ist eine kitschige Mischung aus alten Mustern gefertigt als billige moderne Massenware. Trotzdem hatte es etwas... in 10 Jahren, wenn die Mauern wieder etwas schief stehen, sieht das ganze ja vielleicht wirklich aus wie vor 100 Jahren.
Die nächste kitschige Altstadt, Shangri-La (a.k.a. Zhongdian), wirkte viel charmanter. Hier gab es tatsächlich noch viele "echt" alte Häuser. Das Konzept der sanften Renovation hat hier ein sehr hübsches Resultat ergeben. Die Nähe zu Tibet war hier schon deutlich spührbar. Mit dem Velo radelten wir zum grössten tibetischen Kloster ausserhalb Tibets und assen wieder einmal leckere Momos (tibetische Dumplings). Da die Landschaft um Shangri-La sehr den schweizer Voralpen gleicht, sparten wir uns den völlig überteuerten Eintritt in den Nationalpark. Auch bei den heissen Quellen verzichteten wir auf ein Bad... das aber mehr aus hygienischen als aus finanziellen Gründen. ;-)
Bevor wir die dritte kitschige Altstadt besichtigten, machten wir einen Abstecher zur Tigersprungschlucht. Die mit 3900 Metern tiefste Schlucht der Welt durchwanderten wir in einem zweitägigen Trekking. Siech nomal, isch das en Schlucht!!!
Die letzten zwei Tage mit Karin und Stef verbrachten wir in der Altstadt von Lijiang. Sie ist fast genauso kitschig wie die anderen zwei, aber die Fusion von Alt und Neu ist hier besser gelungen. In wunderschönen alten Gebäuden sind Läden, Hostels, Restaurants, Bars und sogar Discos untergebracht. Da wir am Samstag ankamen, konnten wir gleich noch miterleben wie die Chinesen hier Party machen: viel Bier & Schnapps und überall viel zu laute Musik. Trotzdem gefiel uns Lijiang mit seinen Gässchen und kleinen Bächen super gut.
Nach zwei Wochen zu viert, hiess es nun wieder Abschied nehmen: Karin und Stef zogen weiter in Richtung Tibet und uns zieht es nach Shanghai.
Saturday, 18 September 2010
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