Anstatt mit einem direkten Bus (22h) via Route 40 nach Bariloche zu fahren, entschieden wir uns die langsamere, aber landschaftlich viel schönere Variante, die Carretere Austral zu nehmen. Nachdem wir uns also ein paar Tage langsam zu Fuss fortbewegt hatten, machten wir uns nun bereit, die nächsten Tage per Bus auch nur langsam vorwärts zu kommen. Die Carretera Austral ist in der Nebensaison nicht gerade bekannt für schnelle/gute Busverbindungen.
Tag 1: Mit dem Bus gings ab El Chalten los nach Los Antiguos. WOW, das ging fix... war ja aber auch noch Route 40.
Tag 2: Bis um 14 Uhr schafften wir es mit einem Mini-Van über die chilenische Grenze ins 7km entfernte Chile Chico. Dort schien erst mal Schluss zu sein für heute. Wir dachten: "WOW, 7km an einem Tag! Wenn das so weiter geht sind wir im Juli noch hier!" Glücklicherweise gab's dann doch noch einen Bus (der jeden 2. Tag fährt), der uns ins übernächste Dorf Guadal brachte. Endstation für heute.
Tag 3: Der gleiche Bus brachte uns weiter bis nach Rio Tranquillo, wo wir uns entscheiden mussten, ob wir mit dem nächsten Bus heute noch weiter wollten, oder lieber die Capilla de Marmol anschauen möchten. Wir riskierten hier stecken zu bleiben und machten den 2h Bootsausflug zu den Marmor-Höhlen am Seeufer. Das Wetter zeigte sich gnädig und das Sonnenlicht tauchte die Höhlen in wunderschöne Farben. Das Glück schien uns hold, und anstatt hier übernachten zu müssen, konnten wir mit zwei Chilenen aus Santiago bis nach Coyhaique mitfahren.
Tag 4: Mit dem einzigen Mini-Van heute kamen wir bis ins 6 Autostunden (30km/h) entfernte La Junta.
Tag 5: kein Bus, kein Verkehr, kein Weiterkommen => wir genossen die Häkeldecken in unserem herzigen Hostel, Wein aus dem Tetra-Pack und den Kaffee und das WiFi im (fast) einzigen Restaurant der "Stadt".
Tag 6: Um 6 Uhr gings weiter ins 2h entfernte Villa Santa Lucia... um dort 7h auf den Anschlussbus nach Futaleufu (nochmals 2h Fahrt) zu warten. Zu unser aller Überraschung hatten wir dort nach 2h einen weiteren Bus, der uns über die Grenze nach Esquel in Argentinien brachte. Leider sahen wir von der spektakulären Landschaft nicht viel, denn ausser den 2h beim Bootsausflug regnete es quasi ununterbrochen. :-(
Da Esquel sich alle Mühe gab uns los zu werden, reisten wir, ohne den überteuerten Ausflug in den Nationalpark zu machen, weiter nach El Bolson, einem ehemaligen Hippie-Dorf, das unter anderem wegen seines Kunsthandwerkmarktes zur Touri-Stadt herangewachsen ist.
Nach einigen versöhnlichen Tagen in El Bolson, schien unser Wetterglück uns wiedergefunden zu haben und wir reisten mit Sonnenschein nach Bariloche.
Subscribe to:
Post Comments (Atom)
No comments:
Post a Comment