Nach der Busfahrt von Iguazu nach Buenos Aires ging es mit dem Flieger weiter der Küste entlang runter bis nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. In den letzten Tagen kam uns die Idee zu schauen, ob wir nicht nur bis nach Ushuaia runter, sondern noch südlicher bis in die Antarktis gelangen könnten.
Zu unserem grossen Glück hat die aktuelle Wirtschaftslage einen schlechten Einfluss auf die Auslastung der Antarktis Expeditionen und so gelang es uns tatsächlich, zum Schnäppchenpreis von 4000$ pro Person, einen 2 wöchigen Ausflug ins Land der Pinguine zu buchen. Uns blieben noch 2 Tage um Ushuaia und den Nationalpark Tierra del Fuego anzuschauen.
Wir sind ja nicht gerade passionierte "Wandervögel", aber die fünfstündige Wanderung durch den Nationalpark bis zum Biberdamm hat sich sehr gelohnt. Nebst der wunderschönen Landschaft, sahen wir wilde Gänse, Pferde, einen Hasen, einen Fuchs und einen Biber voll in Aktion.
Mit Sack und Pack und einer Kiste Wein unter dem Arm spazierten wir am Montag runter zum Pier, durch die Sicherheitskontrolle und den "Zoll" bis hinaus zur Akademika Sergej Vavilov... unserem "zu Hause" für die nächsten zwei Wochen.
Nach einem ruhigen Start durch den Beagle Channel warteten zwei Tage auf offener See auf uns. Obwohl die Drake Passage für ihre Verhältnisse sehr ruhig war, wurde den meisten Passagieren trotzdem unwohl bis übel. Der Bordarzt dröhnte alle mit Reise-Medis zu und dennoch war der Esssaal trotz ausgezeichneter Küche meist nur halb gefüllt.
Als wir alle die 2 "aufwühlenden" Tage überstanden hatten, füllte sich auch der Esssaal wieder und zur Überquerung des Polarkreises waren dann alle wieder in Cüpli-Stimmung. Die nächsten 8 Tage waren ausgefüllt mit Landgängen, Zodiac-Fahrten und einigen engen Schiffs-Passagen in der antarktischen Halbinsel. WOW, was für ein Erlebnis! Riesige zerklüftete Gletscher, kunstvoll geformte Eisberge, neugierige Wale, faulenzende Robben, riesige Vögel und Pinguine ohne jede Menschenscheu. Nach unzähligen Landgängen, Zodiac-Fahrten und einigen Besuchen in Forschungsbasen machten wir uns wieder auf den Weg durch die Drake Passage... diesmal war das Wetter nicht soo gut... es warteten 12 Beaufort Wind (=>Orkan) und über 10m hohe Wellen auf uns. Der Doc dröhnte wieder alle mit Medis zu und der Esssaal leerte sich drastisch.
Doch auch diese 2 Tage überstanden wir ohne Schaden, bzw. sogar mit Bonus: Claudia kann jetzt auch bei unruhigen Busfahrten lesen, ohne dass ihr mulmig wird. :-)
Nach 14 erlebnissreichen Tagen auf engstem Raum mit knapp 100 anderen "Abenteurern" jeden Alters, hiess es Abschied nehmen von vielen neuen Freunden und einigen "Freaks".
Wednesday, 2 March 2011
Subscribe to:
Post Comments (Atom)
No comments:
Post a Comment