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Sunday, 22 May 2011

Puno & Arequipa: Tanzabend und Kondor-Show

Wieder einmal hatten wir "saumässig" Glück und trotz eines angekündigten Streiks an der peruanischen Grenze konnten wir ungehindert von Copacabana nach Puno in Peru fahren. Nach unserem ersten Ceviche-Zmittag im "Octopus Loco" (Claudia ist seither Ceviche-Fan!!) entschieden wir uns eine 2-Tages-Insel-Tour im Titicaca-See inkl. "Homestay" & Tanzabend zu machen.

Am ersten Tag besuchten wir die Uros (schwimmende Schilf-Inseln). Als die Spanier in dieser Region ankamen, flüchteten einige Einwohner auf's Wasser und nach und nach bauten sie ihre Haus-Boote zu regelrechten Inseln aus. Heute leben zwar noch Leute auf diese traditionelle Art, aber nur aus touristischen Gründen... es sozusagen ein lebendes Museum. Vor Ort erklärte uns ein Bewohner denn auch, wie sie die Inseln bauen, wie sie Fische züchten, fischen und Vögel jagen.... und dass bei Streitigkeiten zwischen Familien, die auf der gleichen Insel wohnen, auch einfach mal zur Säge gegriffen wird, um die Insel zu halbieren. :-)

Weiter ging es nach Amantani, wo einheimische Familien uns erwarteten. Jeweils zu zweit oder dritt wurden wir unseren Gastfamilien zugeteilt, bei denen wir dann assen und übernachteten. Valentin unser Gast-Vater brachte uns zu seinem Haus, wo seine Frau, seine Tochter und sein Enkel (Luis Fernando) uns herzlich begrüssten. Nach einem einfachen aber leckeren Zmittag entdeckte der schüchterne Louis, dass man mit "los touristas" ja Fussball spielen könnte und dann war's natürlich vorbei mit jeder Scheu. Jöööööö!

Am Abend wurden wir dann noch traditionell eingekleidet und zum gemeinsamen Tanzabend im Dorfzentrum geführt. Sehr lustig! Am nächsten Tag ging es via Taquile (einer Nachbarinsel) zurück auf's Festland. Der Ausflug hat uns sehr gut gefallen, und da jede Familie nur ca. 1-2 Mal pro Monat Gäste hat, war der Besuch bei der Familie auch sehr herzlich und fühlte sich nicht "aufgesetzt" an. (Danke Rena&Benny für den Tipp!)

Die nächste Station war Arequipa. Da viele Gebäude aus weissem Vulkangestein gebaut sind, auch "la cuidad blanca" genannt. Nebst all den wunderschönen Kolonialgebäuden, beeindruckte uns vor allem das riesige Kloster Santa Catalina, welches bis 1970 für die Öffentlichkeit komplett verschlossen war. Das Kloster ist wie ein Städtchen in der Stadt aufgebaut, mit Plätzen, Strassen, Waschstellen, Kirchen und vielen Wohnhäusern für Nonnen aus wohlhabendem Haus.

Von Arequipa aus machten wir noch einen 3-tägigen Abstecher zum Colca Canyon, einer der tiefsten Schluchten der Welt. Auf dem Weg zum Canyon sahen wir einige kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten. Eines der Highlights war das "Cruz del Condor", wo man fast jeden Tag für ca. eine Stunde den riesigen Kondoren aus nächster Nähe beim Spielen in der Thermik zuschauen kann (Gleitschirm wir vermissen dich!!). An diesem Tag gaben die Kondore alles, sie boten uns eine super "Show"!

Den 1200-Höhenmeter-Abstieg in den Canyon musste Dominik dann leider ohne Claudia bestreiten, sie lag genau diese 24h wegen "obenuse-unnenuse" im 12°C kalten Hotelzimmer oben am Rande des Canyons :-(. Dominik schaffte Ab- und Aufstieg trotzdem und muss glaub "wandern" tatsächlich zu seinen neuen Hobbies zählen.

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