In Bariloche haben sie ALLES richtig gemacht: Es liegt wunderschön an einem grossen See, umringt von Hügeln und Bergen, die im Winter zum Skifahren einladen und im Sommer natürlich zum Wandern! Kulinarische Spezialitäten sind Schokolade, Käse und Fondue! :-) Das hängt wohl damit zusammen, dass vor über hundert Jahren einige Schweizer hierher ausgewandert sind, was wiederum daran liegen mag, dass die Landschaft hier so ähnlich wie in der Schweiz ausschaut.
Trotz der vielen Wandermöglichkeiten entschieden wir uns für eine Velotour um einen der vielen schönen Seen. Unter anderem kamen wir an der "Colonia Suiza" vorbei, wo sich 1899 die ersten Schweizer angesiedelt hatten. Ausser dem Namen und der Verfügbarkeit von Schokolade und Käse-Fondue erinnern allerdings nur noch die überall verteilten Kantons-Fähnchen an die Schweiz.
Nach viel Schokolade (leider doch nicht ganz so gut wie unsere schweizer Schoggi) und sogar einem Käse-Fondue sind wir vom argentinischen ins chilenische Seengebiet nach Pucon gefahren. Unterwegs trafen wir doch tatsächlich Martin an, den wir seit unserem Antarktis-Ausflug immer wieder angetroffen hatten.
In Pucon gibt es ein absolutes "MUST-DO"... den Villarrica Vulkan zu besteigen. Genau das beschlossen wir gemeinsam mit Martin zu machen. Das Wetter "zwang" uns zwei Tage mit diesem Abenteuer zu warten und so spannten wir einen Tag aus und machten am anderen Tag eine kurze Velotour ("Yes, yes, half-day is ok.") von schlussendlich 5h (45km z.T. Schotterpiste).
Der von uns ausgewählte Expeditionstag zum Vulkan erwies sich als Glücksgriff. Wolkenlos & windstill, perfekte Bedingungen, um auch tatsächlich bis zum Kraterrand hoch zu dürfen. Die giftigen Gase des aktiven Vulkans stiegen senkrecht in den Himmel und waren daher keine Gefahr für uns. Von ganz oben (2860 M.ü.M.) hatten wir einen sensationellen Rundblick und konnten in der Ferne 8 ähnlich grosse, schneebedeckte Vulkane sehen. WOW!!
Der 1000m Abstieg ging bedeutend schneller als der anstrengende Aufstieg mit Steigeisen und Eispickel. Auf dem Hosenboden (mit Füdli-Bob) ging es rasant talwärts. Hui ui ui ui iu. Was für ein Spass!
Wednesday, 6 April 2011
Thursday, 31 March 2011
Jubiläum: ein Jahr auf Reisen
Heute vor einem Jahr ging unser Abenteuer in Zürich Kloten los. Unsere bisherige Route hört sich grob aufgezählt wie folgt an:
Schweiz => Thailand => Malaysia => Singapore => Indonesien => Philippinen => China => Tibet => China => Hongkong => Macao => China => Japan => Vietnam => Cambodia => Laos => Thailand => Laos => Thailand => Malaysia => Singapore => Thailand => Schweiz => Argentinien => Antarktis => Argentinen => Chile => Argentinien => Chile => Argentinen => Chile....
Wir haben in 153 verschiedenen "Unterkünften" geschlafen (130 Hostel-Betten, 17 Nächte in Bus/Flugzeug/Zug und auf 6 Camping-Plätzen im Zelt).
Wir sind des Reisens noch immer nicht überdrüssig, obwohl es auch schon Durchhänger gab. Wir freuen uns riesig auf die 4 Monate, die wir in Süd-Amerika noch vor uns haben und auf die Zeit danach zurück in der Schweiz.
Wir werden euch selbstverständlich weiterhin mit unserem Blog auf dem Laufenden halten und freuen uns natürlich auch über Neuigkeiten von zu Hause.
Thursday, 24 March 2011
Carretera Austral: 800km mit ca. 40km/h => 6 Tage Holter-di-Polter
Anstatt mit einem direkten Bus (22h) via Route 40 nach Bariloche zu fahren, entschieden wir uns die langsamere, aber landschaftlich viel schönere Variante, die Carretere Austral zu nehmen. Nachdem wir uns also ein paar Tage langsam zu Fuss fortbewegt hatten, machten wir uns nun bereit, die nächsten Tage per Bus auch nur langsam vorwärts zu kommen. Die Carretera Austral ist in der Nebensaison nicht gerade bekannt für schnelle/gute Busverbindungen.
Tag 1: Mit dem Bus gings ab El Chalten los nach Los Antiguos. WOW, das ging fix... war ja aber auch noch Route 40.
Tag 2: Bis um 14 Uhr schafften wir es mit einem Mini-Van über die chilenische Grenze ins 7km entfernte Chile Chico. Dort schien erst mal Schluss zu sein für heute. Wir dachten: "WOW, 7km an einem Tag! Wenn das so weiter geht sind wir im Juli noch hier!" Glücklicherweise gab's dann doch noch einen Bus (der jeden 2. Tag fährt), der uns ins übernächste Dorf Guadal brachte. Endstation für heute.
Tag 3: Der gleiche Bus brachte uns weiter bis nach Rio Tranquillo, wo wir uns entscheiden mussten, ob wir mit dem nächsten Bus heute noch weiter wollten, oder lieber die Capilla de Marmol anschauen möchten. Wir riskierten hier stecken zu bleiben und machten den 2h Bootsausflug zu den Marmor-Höhlen am Seeufer. Das Wetter zeigte sich gnädig und das Sonnenlicht tauchte die Höhlen in wunderschöne Farben. Das Glück schien uns hold, und anstatt hier übernachten zu müssen, konnten wir mit zwei Chilenen aus Santiago bis nach Coyhaique mitfahren.
Tag 4: Mit dem einzigen Mini-Van heute kamen wir bis ins 6 Autostunden (30km/h) entfernte La Junta.
Tag 5: kein Bus, kein Verkehr, kein Weiterkommen => wir genossen die Häkeldecken in unserem herzigen Hostel, Wein aus dem Tetra-Pack und den Kaffee und das WiFi im (fast) einzigen Restaurant der "Stadt".
Tag 6: Um 6 Uhr gings weiter ins 2h entfernte Villa Santa Lucia... um dort 7h auf den Anschlussbus nach Futaleufu (nochmals 2h Fahrt) zu warten. Zu unser aller Überraschung hatten wir dort nach 2h einen weiteren Bus, der uns über die Grenze nach Esquel in Argentinien brachte. Leider sahen wir von der spektakulären Landschaft nicht viel, denn ausser den 2h beim Bootsausflug regnete es quasi ununterbrochen. :-(
Da Esquel sich alle Mühe gab uns los zu werden, reisten wir, ohne den überteuerten Ausflug in den Nationalpark zu machen, weiter nach El Bolson, einem ehemaligen Hippie-Dorf, das unter anderem wegen seines Kunsthandwerkmarktes zur Touri-Stadt herangewachsen ist.
Nach einigen versöhnlichen Tagen in El Bolson, schien unser Wetterglück uns wiedergefunden zu haben und wir reisten mit Sonnenschein nach Bariloche.
Tag 1: Mit dem Bus gings ab El Chalten los nach Los Antiguos. WOW, das ging fix... war ja aber auch noch Route 40.
Tag 2: Bis um 14 Uhr schafften wir es mit einem Mini-Van über die chilenische Grenze ins 7km entfernte Chile Chico. Dort schien erst mal Schluss zu sein für heute. Wir dachten: "WOW, 7km an einem Tag! Wenn das so weiter geht sind wir im Juli noch hier!" Glücklicherweise gab's dann doch noch einen Bus (der jeden 2. Tag fährt), der uns ins übernächste Dorf Guadal brachte. Endstation für heute.
Tag 3: Der gleiche Bus brachte uns weiter bis nach Rio Tranquillo, wo wir uns entscheiden mussten, ob wir mit dem nächsten Bus heute noch weiter wollten, oder lieber die Capilla de Marmol anschauen möchten. Wir riskierten hier stecken zu bleiben und machten den 2h Bootsausflug zu den Marmor-Höhlen am Seeufer. Das Wetter zeigte sich gnädig und das Sonnenlicht tauchte die Höhlen in wunderschöne Farben. Das Glück schien uns hold, und anstatt hier übernachten zu müssen, konnten wir mit zwei Chilenen aus Santiago bis nach Coyhaique mitfahren.
Tag 4: Mit dem einzigen Mini-Van heute kamen wir bis ins 6 Autostunden (30km/h) entfernte La Junta.
Tag 5: kein Bus, kein Verkehr, kein Weiterkommen => wir genossen die Häkeldecken in unserem herzigen Hostel, Wein aus dem Tetra-Pack und den Kaffee und das WiFi im (fast) einzigen Restaurant der "Stadt".
Tag 6: Um 6 Uhr gings weiter ins 2h entfernte Villa Santa Lucia... um dort 7h auf den Anschlussbus nach Futaleufu (nochmals 2h Fahrt) zu warten. Zu unser aller Überraschung hatten wir dort nach 2h einen weiteren Bus, der uns über die Grenze nach Esquel in Argentinien brachte. Leider sahen wir von der spektakulären Landschaft nicht viel, denn ausser den 2h beim Bootsausflug regnete es quasi ununterbrochen. :-(
Da Esquel sich alle Mühe gab uns los zu werden, reisten wir, ohne den überteuerten Ausflug in den Nationalpark zu machen, weiter nach El Bolson, einem ehemaligen Hippie-Dorf, das unter anderem wegen seines Kunsthandwerkmarktes zur Touri-Stadt herangewachsen ist.
Nach einigen versöhnlichen Tagen in El Bolson, schien unser Wetterglück uns wiedergefunden zu haben und wir reisten mit Sonnenschein nach Bariloche.
Thursday, 17 March 2011
Puerto Natales & El Chalten: endlich Wanderferien! ;-)
Wiedermal sehr früh morgens (wir sahen sogar den Sonnenaufgang!!) ging unsere Reise mit dem Bus weiter. Südlicher geht's nicht (mit dem Bus) also reisten wir nordwärts. Puerto Natales in Chile war unser nächstes Ziel. In der Stadt, wenn man die paar Häuser überhaupt so nennen kann, gibt's nicht viel zu tun, aber der nahe gelegene Torres del Paine Nationalpark bietet Wandermöglichkeiten vom Feinsten.
So beschlossen sogar wir zwei Wander-Muffel uns ins "Abenteuer" zu stürzen... denn für etwas hatten wir ja die Wanderschuhe und -stöcke mitgenommen. Das "W" war unser Plan, eine 5-Tages-Wanderung mit diversen Optionen für Übernachtung und Verpflegung. Nach einigem Abwägen entschieden wir uns für a) die Variante mit der grössten Freiheit, b) den geringsten Kosten und c) dem grössten Packgewicht => alles selber mitnehmen und immer im Zelt schlafen.
Da wir nicht gerade die erfahrenen Mehrtages-Trekker sind, liessen wir uns für die Besorgung von Zelt, Mätteli, Koch-Utensilien und Verpflegung für die 5 Tage einen ganzen Tag Zeit und machten uns mit vollgepackten Rucksäcken auf den Weg in den Park.
Tag 1 war eigentlich nicht sehr fordernd... sanfte 4,5h mit leichtem Auf und Ab, doch wir waren am Schluss so fertig, dass wir schon daran zweifelten, ob wir unser Ziel tatsächlich in 5 Tagen erreichen oder die Strecke abkürzen oder den Trek auf 6 Tage verlängern müssten.
Trotz etwas Muskelkater sah der zweite Tag aber schon nicht mehr so schlimm aus und auch am dritten, vierten und fünften Tag erreichten wir unser jeweiliges Tagesziel weniger erschöpft als am ersten Tag.
Das Wetter spielte auch super-prächtig mit und gönnte uns den Blick auf spektakuläre Gletscher, senkrechte Bergspitzen und wunderschöne Täler mit türkis-blauen Seen, aber die Photos in der Photo Gallery sagen mehr als wir schreiben können.
Nach einem Tag Erholung in Puerto Natales holperten wir via Perito Moreno Gletscher weiter nach El Chalten. Auch El Chalten ist berühmter als es gross ist und berühmt ist es für die beiden Gipfel "Mt. Fitzroy" und "Cerro Torre". Wieder packte uns die Wanderlust :-/ und so schnürten wir sogar an Claudia's Geburtstag die Wanderschuhe. Das patagonische Wetter belohnte unsere Opferbereitschaft mit wunderschönen Ausblicken auf die besagten Gipfel... aber seht selbst in unserer Photo Gallery
So beschlossen sogar wir zwei Wander-Muffel uns ins "Abenteuer" zu stürzen... denn für etwas hatten wir ja die Wanderschuhe und -stöcke mitgenommen. Das "W" war unser Plan, eine 5-Tages-Wanderung mit diversen Optionen für Übernachtung und Verpflegung. Nach einigem Abwägen entschieden wir uns für a) die Variante mit der grössten Freiheit, b) den geringsten Kosten und c) dem grössten Packgewicht => alles selber mitnehmen und immer im Zelt schlafen.
Da wir nicht gerade die erfahrenen Mehrtages-Trekker sind, liessen wir uns für die Besorgung von Zelt, Mätteli, Koch-Utensilien und Verpflegung für die 5 Tage einen ganzen Tag Zeit und machten uns mit vollgepackten Rucksäcken auf den Weg in den Park.
Tag 1 war eigentlich nicht sehr fordernd... sanfte 4,5h mit leichtem Auf und Ab, doch wir waren am Schluss so fertig, dass wir schon daran zweifelten, ob wir unser Ziel tatsächlich in 5 Tagen erreichen oder die Strecke abkürzen oder den Trek auf 6 Tage verlängern müssten.
Trotz etwas Muskelkater sah der zweite Tag aber schon nicht mehr so schlimm aus und auch am dritten, vierten und fünften Tag erreichten wir unser jeweiliges Tagesziel weniger erschöpft als am ersten Tag.
Das Wetter spielte auch super-prächtig mit und gönnte uns den Blick auf spektakuläre Gletscher, senkrechte Bergspitzen und wunderschöne Täler mit türkis-blauen Seen, aber die Photos in der Photo Gallery sagen mehr als wir schreiben können.
Nach einem Tag Erholung in Puerto Natales holperten wir via Perito Moreno Gletscher weiter nach El Chalten. Auch El Chalten ist berühmter als es gross ist und berühmt ist es für die beiden Gipfel "Mt. Fitzroy" und "Cerro Torre". Wieder packte uns die Wanderlust :-/ und so schnürten wir sogar an Claudia's Geburtstag die Wanderschuhe. Das patagonische Wetter belohnte unsere Opferbereitschaft mit wunderschönen Ausblicken auf die besagten Gipfel... aber seht selbst in unserer Photo Gallery
Wednesday, 2 March 2011
Ushuaia und Antarktis: Natur pur & Luxus on Ice!!!
Nach der Busfahrt von Iguazu nach Buenos Aires ging es mit dem Flieger weiter der Küste entlang runter bis nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. In den letzten Tagen kam uns die Idee zu schauen, ob wir nicht nur bis nach Ushuaia runter, sondern noch südlicher bis in die Antarktis gelangen könnten.
Zu unserem grossen Glück hat die aktuelle Wirtschaftslage einen schlechten Einfluss auf die Auslastung der Antarktis Expeditionen und so gelang es uns tatsächlich, zum Schnäppchenpreis von 4000$ pro Person, einen 2 wöchigen Ausflug ins Land der Pinguine zu buchen. Uns blieben noch 2 Tage um Ushuaia und den Nationalpark Tierra del Fuego anzuschauen.
Wir sind ja nicht gerade passionierte "Wandervögel", aber die fünfstündige Wanderung durch den Nationalpark bis zum Biberdamm hat sich sehr gelohnt. Nebst der wunderschönen Landschaft, sahen wir wilde Gänse, Pferde, einen Hasen, einen Fuchs und einen Biber voll in Aktion.
Mit Sack und Pack und einer Kiste Wein unter dem Arm spazierten wir am Montag runter zum Pier, durch die Sicherheitskontrolle und den "Zoll" bis hinaus zur Akademika Sergej Vavilov... unserem "zu Hause" für die nächsten zwei Wochen.
Nach einem ruhigen Start durch den Beagle Channel warteten zwei Tage auf offener See auf uns. Obwohl die Drake Passage für ihre Verhältnisse sehr ruhig war, wurde den meisten Passagieren trotzdem unwohl bis übel. Der Bordarzt dröhnte alle mit Reise-Medis zu und dennoch war der Esssaal trotz ausgezeichneter Küche meist nur halb gefüllt.
Als wir alle die 2 "aufwühlenden" Tage überstanden hatten, füllte sich auch der Esssaal wieder und zur Überquerung des Polarkreises waren dann alle wieder in Cüpli-Stimmung. Die nächsten 8 Tage waren ausgefüllt mit Landgängen, Zodiac-Fahrten und einigen engen Schiffs-Passagen in der antarktischen Halbinsel. WOW, was für ein Erlebnis! Riesige zerklüftete Gletscher, kunstvoll geformte Eisberge, neugierige Wale, faulenzende Robben, riesige Vögel und Pinguine ohne jede Menschenscheu. Nach unzähligen Landgängen, Zodiac-Fahrten und einigen Besuchen in Forschungsbasen machten wir uns wieder auf den Weg durch die Drake Passage... diesmal war das Wetter nicht soo gut... es warteten 12 Beaufort Wind (=>Orkan) und über 10m hohe Wellen auf uns. Der Doc dröhnte wieder alle mit Medis zu und der Esssaal leerte sich drastisch.
Doch auch diese 2 Tage überstanden wir ohne Schaden, bzw. sogar mit Bonus: Claudia kann jetzt auch bei unruhigen Busfahrten lesen, ohne dass ihr mulmig wird. :-)
Nach 14 erlebnissreichen Tagen auf engstem Raum mit knapp 100 anderen "Abenteurern" jeden Alters, hiess es Abschied nehmen von vielen neuen Freunden und einigen "Freaks".
Zu unserem grossen Glück hat die aktuelle Wirtschaftslage einen schlechten Einfluss auf die Auslastung der Antarktis Expeditionen und so gelang es uns tatsächlich, zum Schnäppchenpreis von 4000$ pro Person, einen 2 wöchigen Ausflug ins Land der Pinguine zu buchen. Uns blieben noch 2 Tage um Ushuaia und den Nationalpark Tierra del Fuego anzuschauen.
Wir sind ja nicht gerade passionierte "Wandervögel", aber die fünfstündige Wanderung durch den Nationalpark bis zum Biberdamm hat sich sehr gelohnt. Nebst der wunderschönen Landschaft, sahen wir wilde Gänse, Pferde, einen Hasen, einen Fuchs und einen Biber voll in Aktion.
Mit Sack und Pack und einer Kiste Wein unter dem Arm spazierten wir am Montag runter zum Pier, durch die Sicherheitskontrolle und den "Zoll" bis hinaus zur Akademika Sergej Vavilov... unserem "zu Hause" für die nächsten zwei Wochen.
Nach einem ruhigen Start durch den Beagle Channel warteten zwei Tage auf offener See auf uns. Obwohl die Drake Passage für ihre Verhältnisse sehr ruhig war, wurde den meisten Passagieren trotzdem unwohl bis übel. Der Bordarzt dröhnte alle mit Reise-Medis zu und dennoch war der Esssaal trotz ausgezeichneter Küche meist nur halb gefüllt.
Als wir alle die 2 "aufwühlenden" Tage überstanden hatten, füllte sich auch der Esssaal wieder und zur Überquerung des Polarkreises waren dann alle wieder in Cüpli-Stimmung. Die nächsten 8 Tage waren ausgefüllt mit Landgängen, Zodiac-Fahrten und einigen engen Schiffs-Passagen in der antarktischen Halbinsel. WOW, was für ein Erlebnis! Riesige zerklüftete Gletscher, kunstvoll geformte Eisberge, neugierige Wale, faulenzende Robben, riesige Vögel und Pinguine ohne jede Menschenscheu. Nach unzähligen Landgängen, Zodiac-Fahrten und einigen Besuchen in Forschungsbasen machten wir uns wieder auf den Weg durch die Drake Passage... diesmal war das Wetter nicht soo gut... es warteten 12 Beaufort Wind (=>Orkan) und über 10m hohe Wellen auf uns. Der Doc dröhnte wieder alle mit Medis zu und der Esssaal leerte sich drastisch.
Doch auch diese 2 Tage überstanden wir ohne Schaden, bzw. sogar mit Bonus: Claudia kann jetzt auch bei unruhigen Busfahrten lesen, ohne dass ihr mulmig wird. :-)
Nach 14 erlebnissreichen Tagen auf engstem Raum mit knapp 100 anderen "Abenteurern" jeden Alters, hiess es Abschied nehmen von vielen neuen Freunden und einigen "Freaks".
Sunday, 13 February 2011
Buenos Aires & Iguazu: Fleisch und Wasser
Nach "hektischen" 10 Tagen in der Schweiz ging unsere 2-Kontinentenreise am 30. Januar weiter. Via Paris flogen wir nach Buenos Aires und freuten uns schon beim Abflug auf gutes Fleisch und leckeren Wein zum Schnäppchenpreis.
In Buenos Aires übernachteten wir in einem alten Hotel, welches vor allem einheimische Langzeitmieter beherbergte. So kam es, dass wir mehr oder weniger mit "Einheimischen" hausten und die Reisestimmung irgendwie auf sich warten liess. Wir gingen es sehr langsam an und organisierten zuerst mal Spanisch-Unterricht für Claudia, besichtigten unser Quartier (San Telmo) und stürzten uns erst am vierten Tag ins Sightseeing.
Auf einer geführten Velotour (www.labicicletanaranja.com.ar) erhielten wir einen Überblick über die Geschichte und die verschiednen Quartiere der Stadt. In den nächsten Tagen machten wir uns dann auf, diese auf eigene Faust (wieder mit dem Velo oder mit dem öffentlichen Bus) genauer zu besichtigen. Wir besuchten La Boca, das sehr arme, aber wunderbar bunte Quartier beim alten Hafen, den berühmten Friedhof Recoleta, wo Geld- und Blut-Adel sich begraben lässt und auch Evitas letzte Ruhestätte ist und natürlich das hippe Palermo mit den vielen kleinen Boutiquen und Cafés.
Da hier unten bereits der Herbst anbricht, buchten wir den nächst möglichen Flug ganz runter nach Ushuaia. Da dieser erst eine Woche später ging, nutzten wir die Zeit für einen kurzen Ausflug an die Wasserfälle von Iguazu. Also kurz ist hier etwas missverständlich, wir waren zwar nur 2,5 Tage dort, aber die Busfahrt von Buenos Aires nach Iguazu dauert 18 Stunden! Trotz der beiden Monster-Busfahrten (in sehr komfortablen Bussen!) hat sich der Ausflug absolut gelohnt!
Die Wasserfälle sind riesig, sehr eindrücklich, laut und machen SEHR NASS! ;-) Obwohl wir Brasilien eigentlich nicht auf dem Plan hatten, machten wir jetzt doch noch einen Abstecher dort hin... da die Wasserfälle an der Grenze liegen, kann man sie nämlich auch von Brasilien aus betrachten, was wir denn auch taten.
Bei 30°C stiegen wir in Iguazu in den Bus. Dieser bereitete uns mit seiner Klimaanlage schon mal auf die kommenden kalten Tage ganz im Süden vor.
In Buenos Aires übernachteten wir in einem alten Hotel, welches vor allem einheimische Langzeitmieter beherbergte. So kam es, dass wir mehr oder weniger mit "Einheimischen" hausten und die Reisestimmung irgendwie auf sich warten liess. Wir gingen es sehr langsam an und organisierten zuerst mal Spanisch-Unterricht für Claudia, besichtigten unser Quartier (San Telmo) und stürzten uns erst am vierten Tag ins Sightseeing.
Auf einer geführten Velotour (www.labicicletanaranja.com.ar) erhielten wir einen Überblick über die Geschichte und die verschiednen Quartiere der Stadt. In den nächsten Tagen machten wir uns dann auf, diese auf eigene Faust (wieder mit dem Velo oder mit dem öffentlichen Bus) genauer zu besichtigen. Wir besuchten La Boca, das sehr arme, aber wunderbar bunte Quartier beim alten Hafen, den berühmten Friedhof Recoleta, wo Geld- und Blut-Adel sich begraben lässt und auch Evitas letzte Ruhestätte ist und natürlich das hippe Palermo mit den vielen kleinen Boutiquen und Cafés.
Da hier unten bereits der Herbst anbricht, buchten wir den nächst möglichen Flug ganz runter nach Ushuaia. Da dieser erst eine Woche später ging, nutzten wir die Zeit für einen kurzen Ausflug an die Wasserfälle von Iguazu. Also kurz ist hier etwas missverständlich, wir waren zwar nur 2,5 Tage dort, aber die Busfahrt von Buenos Aires nach Iguazu dauert 18 Stunden! Trotz der beiden Monster-Busfahrten (in sehr komfortablen Bussen!) hat sich der Ausflug absolut gelohnt!
Die Wasserfälle sind riesig, sehr eindrücklich, laut und machen SEHR NASS! ;-) Obwohl wir Brasilien eigentlich nicht auf dem Plan hatten, machten wir jetzt doch noch einen Abstecher dort hin... da die Wasserfälle an der Grenze liegen, kann man sie nämlich auch von Brasilien aus betrachten, was wir denn auch taten.
Bei 30°C stiegen wir in Iguazu in den Bus. Dieser bereitete uns mit seiner Klimaanlage schon mal auf die kommenden kalten Tage ganz im Süden vor.
Thursday, 3 February 2011
Zürich & Cham: zu Hause zu Besuch
Nach einer nicht sehr erholsamen Nacht im Flugzeug (immerhin gab's aber Lindt-Schoggi und Gruyère auf dem Swiss-Flug) landeten wir um 6:10 Uhr bei gefühlten -30°C (okay es waren -4°C und Bise) in Kloten. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals beim Empfangs-Komitee bedanken, das uns trotz der frühen Ankunftszeit abgeholt und herzlich empfangen hat.
Den ersten Tag brauchten wir zur Erholung, bevor es in die wohl "stressigsten" 10 Tage unserer Reise ging. Der Kalender war schon vor der Ankunft in der Schweiz gefüllt mit Terminen bei Freunden, Familie, Ärzten, Reparatur-Centern und natürlich bei unserem "Hoflieferanten" Transa. ;-)
Wir haben uns besonders darüber gefreut, dass so viele unserem Aufruf, am Freitag ins Henrici zu kommen, gefolgt sind. Es war schön so viele Freunde (und deren neue Babies und Baby-Bäuche) zu sehen und dann auch noch das zürcher Nachtleben auszukosten.
Natürlich haben wir uns in den 10 Tagen auch gierig über diverse (meist) schweizer Spezialitäten hergemacht: Schoggi, Brot, Chäs, Bündnerfleisch, Züri-Gschnätzlets mit Röschti, Bratwurscht mit Zwiebelesosse, Rivella, Luxemburgerli, Fondue, Raclette, Schoggi-Popcorn vom Migros (aber nur für d'Claudia!), Cordonbleu, Grottino-Pizza, Älplermagrone mit Zwiebeleschweizi und Öpfelmues (ohni Öpfelmues für d'Claudia), Poulet-Kebab vom New-Point, Polenta mit Mozzerella und Tomate-Sosse (nöd für de Dominik!), Butterzopf mit Pini & Biregonfi (danke Tante Marianne!), Birchermüesli und vieles meh!
Nach unzähligen Besuchen beim Transa und einigen anderen Outdoor-Läden hatten wir dann alle unsere sieben (oder eher siebenhundert) Sachen beisammen und machten uns daran, diese irgendwie in den viel zu klein scheinenden Rucksack zu packen. Die Pack-Erfahrung der letzten 9 Monate machte sich bezahlt und irgendwie passte dann doch alles wunderbar in den Rucksack.
Nach 10 intensiven Tagen, hiess am Sonntag Abend wieder Abschied nehmen, um ins nächste Abenteuer zu starten. Ab nach Buenos Aires!
Den ersten Tag brauchten wir zur Erholung, bevor es in die wohl "stressigsten" 10 Tage unserer Reise ging. Der Kalender war schon vor der Ankunft in der Schweiz gefüllt mit Terminen bei Freunden, Familie, Ärzten, Reparatur-Centern und natürlich bei unserem "Hoflieferanten" Transa. ;-)
Wir haben uns besonders darüber gefreut, dass so viele unserem Aufruf, am Freitag ins Henrici zu kommen, gefolgt sind. Es war schön so viele Freunde (und deren neue Babies und Baby-Bäuche) zu sehen und dann auch noch das zürcher Nachtleben auszukosten.
Natürlich haben wir uns in den 10 Tagen auch gierig über diverse (meist) schweizer Spezialitäten hergemacht: Schoggi, Brot, Chäs, Bündnerfleisch, Züri-Gschnätzlets mit Röschti, Bratwurscht mit Zwiebelesosse, Rivella, Luxemburgerli, Fondue, Raclette, Schoggi-Popcorn vom Migros (aber nur für d'Claudia!), Cordonbleu, Grottino-Pizza, Älplermagrone mit Zwiebeleschweizi und Öpfelmues (ohni Öpfelmues für d'Claudia), Poulet-Kebab vom New-Point, Polenta mit Mozzerella und Tomate-Sosse (nöd für de Dominik!), Butterzopf mit Pini & Biregonfi (danke Tante Marianne!), Birchermüesli und vieles meh!
Nach unzähligen Besuchen beim Transa und einigen anderen Outdoor-Läden hatten wir dann alle unsere sieben (oder eher siebenhundert) Sachen beisammen und machten uns daran, diese irgendwie in den viel zu klein scheinenden Rucksack zu packen. Die Pack-Erfahrung der letzten 9 Monate machte sich bezahlt und irgendwie passte dann doch alles wunderbar in den Rucksack.
Nach 10 intensiven Tagen, hiess am Sonntag Abend wieder Abschied nehmen, um ins nächste Abenteuer zu starten. Ab nach Buenos Aires!
Subscribe to:
Posts (Atom)
