Unser China-Abenteuer begann in Beijing (Peking). Und es war gleich von Beginn weg ein Abenteuer. Plötzlich war alles nicht nur in einer fremden Sprache, sondern auch noch fast ausschliesslich mit fremden Schriftzeichen angeschrieben. Dank der Olympischen Spiele im 2008 waren immerhin die wichtigsten Touri-Sachen auch mit unserem Alphabet und zum Teil sogar in Englisch beschriftet.
Wir hatten 6 Tage Zeit, um Beijing und Umgebung zu erkunden, was bei einer Stadt dieser Grösse natürlich viel zu kurz ist. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und auch eine Akrobatik-Show konnten wir aber doch besuchen. Den Sommerpalast und das Olympia-Gelände mit dem Vogelnest (Stadion) besichtigten wir noch zu zweit, bevor sich am nächsten Tag Esther zu uns gesellte. Da Beijing, abgesehen von einigen Tempel-Hügeln, völlig flach ist, radelten wir trotz der über 35°C und fast 100% Luftfeuchtigkeit mit gemieteten Velos durch die Hutongs (die Quartiere mit den traditionellen einstöckigen Häusern und engen Gassen) von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit.
Im Palast Museum, besser bekannt als "verbotene Stadt", konnten wir zum ersten Mal so richtig erahnen, wieviele Chinesen es gibt. Mit gefühlten 1.3 Mrd. Chinesen besichtigten wir die riesige Palastanlage... und ab und zu waren plötzlich wir, "bleichen Rundaugen", die Foto-Attraktion und nicht der Kaiser-Sessel im nächsten Raum.
Einen Tagesausflug an die Chinesische Mauer konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wir hoffen auch, dass draussen auf dem Land, weit weg von Beijing die Sonne wiedermal sichtbar wäre. Doch leider erstreckte sich der Dunst nicht nur über die Stadt, sondern wie wir später herausfanden, über weite Teile Chinas... ähnlich wie der Hochnebel bei uns im November, aber halt auf Bodenhöhe und bei 30°C und mehr. Trotzdem hat uns der Besuch der Mauer und der Anblick dieses riesigen Bauwerkes sehr beeindruckt.
Fast noch interessanter, als die alten Bauwerke, waren die Chinesen und ihre Eigenheiten. So sahen wir zum Beispiel abends im Park Gruppen von älteren Damen und Herren die Hacky-Sack spielten oder tanzten (chinesisch-traditionell, Standard und auch Disco) oder ihre Fitness-Übungen machten. Auch in Bezug auf den Charakter haben wir ein sehr breites Spektrum erlebt: von freundlich interessiert und hilfsbereit, trotz Sprachbarriere, bis hin zu egoistischen Dränglern mit einer "ich-zuerst"-Einstellung, ohne Rücksicht auf die Mitmenschen. Doch alle haben eines gemeinsam: sie sind laut und machen "interessante" Geräusche, was auch immer sie gerade tun (rülpsen, schmatzen, chodere, pfeifen oder einfach sehr laut reden).
Wir wurden zwar vor einer Überdosis an Fertig-Nudel-Suppen gewarnt, aber ganz entgegen den geschürten Befürchtungen, sind wir weit von einer Überdosis entfernt. Bisher haben uns die Gassenküchen und kleinen Restaurants immer eine schmackhafte Alternative geboten, sodass wir die erste Fertig-Nudel-Suppe noch vor uns haben.
Saturday, 31 July 2010
Tuesday, 27 July 2010
Philippinen : viel erlebt in kurzer Zeit
21 Tage hatten wir Zeit die Philippinen zu erkunden und wir wollten ALLES sehen. Unser erster Eindruck der Philippinen war leider nicht der beste, daher unser Tipp für Manila: "Skip it!". Wir mussten leider trotzdem hin, da wir das Visum für China organisieren mussten. Weiter nördlich präsentierte sich das Land scho bedeutend ansprechender. Freundliche Leute, gutes Essen, schöne Landschaften und super-günstiges Bier (60 Rp. für einen halben Liter) liessen uns die Hitze, die schlechte Luft, den Dreck, den Lärm und die unehrlichen Taxifahrer von Manila fast vergessen.
Banaue liegt im Norden von Luzon in gebirgiger Landschaft mit entsprechend kühlerem Klima. In engen Tälern waren die Einwohner gezwungen ihre Reisterrassen in den Fels zu hauen, was nach über 2000 Jahren Bewirtschaftung einen sehr eindrucksvollen Anblick bietet. Insbesondere die amphietheaterförmigen Reisterrassen von Batad liessen wir uns nicht entgehen.
Nach so viel Reis machten wir noch einen "kleinen" Abstecher (12h Bus) nach Vigan, der einzigen Spanischen Kolonialstadt, die vom WWII-Bombenhagel verschont geblieben ist. In einer wunderschönen Villa im spanischen Kolonialstil verbrachten wir eine Nacht, bevor es erneut mit dem Bus (8h) nach Manila ging, wo wir unser China-Visum abholen konnten.
Noch am gleichen Tag flüchteten wir von Manila nach Tagbilaran auf Bohol, wo wir auf ein Treffen mit den super-süssen Tarsir hofften. Mit dem Töffli erkundeten wir die Insel, besuchten das Tarsir Sanctuary (zwei mal, weil Claudia von den "schnüsigen" Fellknäueln nicht genug kriegen konnte), besichtigten einige riesige aus Korallen/Kalkstein erbaute christliche Kirchen und die Chocolate Hills (eine Laune der Natur => siehe Gallery).
Eigentlich hätten wir unbedingt noch die Walhaie vor der Küste in Süd-Leyte sehen wollen, aber leider haben wir die Walhai-Saison weit verpasst und der Zufall wollte es auch nicht, dass wir trotzdem ein einzelnes Exemplar zu Gesicht bekommen. Nach 4 Tagen "Whalewatching" ohne Wale verabschiedeten wir uns aus Padre Burgos und zogen weiter Richtung Boracay. Der Zwischenstop in Cebu auf dem Weg nach Boracay war zum Glück nur kurz, denn auch diese Stadt ist keinen Besuch wert.
Nachdem wir in den letzten Tagen einige schöne aber leider auch viele negative Sachen gesehen und erlebt haben, polierte Boracay unseren Gesamteindruck der Philippinen gehörig auf. Strand wie aus dem Bilderbuch, eine sensationelle Unterkunft (Blue Mango Inn) zum Nebensaison-Preis, die vermutlich besten Mangos der Welt, gutes Essen und sogar einen Abend mit alten Bekannten (siehe Gallery). Nach 5 Tagen Entspannung, Erholung, leckerem Essen und günstigem Bier mussten wir uns von Boracay verabschieden und noch einmal für eine Nacht nach Manila verbringen.
Als nächstes begeben wir uns ins Land der Mitte, um mit Esther und ca. 1,3 Mrd. Chinesen die Sehenswürdikeiten Chinas zu besuchen. :-)
Banaue liegt im Norden von Luzon in gebirgiger Landschaft mit entsprechend kühlerem Klima. In engen Tälern waren die Einwohner gezwungen ihre Reisterrassen in den Fels zu hauen, was nach über 2000 Jahren Bewirtschaftung einen sehr eindrucksvollen Anblick bietet. Insbesondere die amphietheaterförmigen Reisterrassen von Batad liessen wir uns nicht entgehen.
Nach so viel Reis machten wir noch einen "kleinen" Abstecher (12h Bus) nach Vigan, der einzigen Spanischen Kolonialstadt, die vom WWII-Bombenhagel verschont geblieben ist. In einer wunderschönen Villa im spanischen Kolonialstil verbrachten wir eine Nacht, bevor es erneut mit dem Bus (8h) nach Manila ging, wo wir unser China-Visum abholen konnten.
Noch am gleichen Tag flüchteten wir von Manila nach Tagbilaran auf Bohol, wo wir auf ein Treffen mit den super-süssen Tarsir hofften. Mit dem Töffli erkundeten wir die Insel, besuchten das Tarsir Sanctuary (zwei mal, weil Claudia von den "schnüsigen" Fellknäueln nicht genug kriegen konnte), besichtigten einige riesige aus Korallen/Kalkstein erbaute christliche Kirchen und die Chocolate Hills (eine Laune der Natur => siehe Gallery).
Eigentlich hätten wir unbedingt noch die Walhaie vor der Küste in Süd-Leyte sehen wollen, aber leider haben wir die Walhai-Saison weit verpasst und der Zufall wollte es auch nicht, dass wir trotzdem ein einzelnes Exemplar zu Gesicht bekommen. Nach 4 Tagen "Whalewatching" ohne Wale verabschiedeten wir uns aus Padre Burgos und zogen weiter Richtung Boracay. Der Zwischenstop in Cebu auf dem Weg nach Boracay war zum Glück nur kurz, denn auch diese Stadt ist keinen Besuch wert.
Nachdem wir in den letzten Tagen einige schöne aber leider auch viele negative Sachen gesehen und erlebt haben, polierte Boracay unseren Gesamteindruck der Philippinen gehörig auf. Strand wie aus dem Bilderbuch, eine sensationelle Unterkunft (Blue Mango Inn) zum Nebensaison-Preis, die vermutlich besten Mangos der Welt, gutes Essen und sogar einen Abend mit alten Bekannten (siehe Gallery). Nach 5 Tagen Entspannung, Erholung, leckerem Essen und günstigem Bier mussten wir uns von Boracay verabschieden und noch einmal für eine Nacht nach Manila verbringen.
Als nächstes begeben wir uns ins Land der Mitte, um mit Esther und ca. 1,3 Mrd. Chinesen die Sehenswürdikeiten Chinas zu besuchen. :-)
Friday, 2 July 2010
Borneo: tierisch wild und aufgeräumt
Nach dem chaotischen (und zugemüllten) Indonesien, wirkte malayisch Borneo fast schon klinisch sauber. Kein Abfall am Strassenrand, gepflegte Hecken, Häuser und Gärten... wow! Auch das Essen konnte unsere hohen Erwartungen erfüllen: Roti Canai, Teh Tarek Ais, Curries und McFlurry Oreo-Mudpie :-)!
Was uns auf Borneo aber noch besser gefallen hat, war die Natur. Von Kota Kinabalu gings am höchsten Berg Süd-Ost-Asiens, dem Mt.Kinabalu, vorbei nach Sandakan, wo wir das Orang-Utan Rehabilitations Center "Sepilok" besuchten, um freie, halb-wilde Orang-Utans zu sehen. Danach verbrachten wir 3 Tage in der Nature Lodge am Kinabatangan-River.
Auf den Flussfahrten und Streifzügen durch den Dschungel ging das Tiere-Suchspiel weiter. Unter anderem sahen wir: Probosics Affen (die mit den lustigen Nasen), Makaken Affen, Hornbills, Kingfisher, Kraniche, grosse Echsen, Zwergeichhörnchen, eine Flussschlange, ein Flusskrokodil und oh wow... einen der seltenen Zwergelefanten (eigentlich haben wir nur sein Hinterteil gesehen, aber immerhin).
Nach so viel Getier waren die Erwartungen an den Mulu-Nationalpark sehr hoch. Vom tierischen Standpunkt her wurden wir enttäuscht, aber die schönen und riesigen Höhlen und der eindrückliche Bat-Exodus (Millionen von Fledermäusen, die in Gruppen in der Dämmerung die Höhle zur nächtlichen Insektenjagd verlassen => siehe Film, 50mb) machten den Mangel an Dschungelbewohnern locker wett.
Die Natur in Mulu hatte ein weiteres Spektakel zu bieten: Regen, aber richtig! Unser Propeller-Flugzeug konnte wegen der starken Niederschläge nicht landen und so wurde aus unserem Mittags- ein Abendflug.
Nach 11 Tagen auf Borneo gehts nun weiter in ein anderes Land: Philippinen, wir kommen!
Was uns auf Borneo aber noch besser gefallen hat, war die Natur. Von Kota Kinabalu gings am höchsten Berg Süd-Ost-Asiens, dem Mt.Kinabalu, vorbei nach Sandakan, wo wir das Orang-Utan Rehabilitations Center "Sepilok" besuchten, um freie, halb-wilde Orang-Utans zu sehen. Danach verbrachten wir 3 Tage in der Nature Lodge am Kinabatangan-River.
Auf den Flussfahrten und Streifzügen durch den Dschungel ging das Tiere-Suchspiel weiter. Unter anderem sahen wir: Probosics Affen (die mit den lustigen Nasen), Makaken Affen, Hornbills, Kingfisher, Kraniche, grosse Echsen, Zwergeichhörnchen, eine Flussschlange, ein Flusskrokodil und oh wow... einen der seltenen Zwergelefanten (eigentlich haben wir nur sein Hinterteil gesehen, aber immerhin).
Nach so viel Getier waren die Erwartungen an den Mulu-Nationalpark sehr hoch. Vom tierischen Standpunkt her wurden wir enttäuscht, aber die schönen und riesigen Höhlen und der eindrückliche Bat-Exodus (Millionen von Fledermäusen, die in Gruppen in der Dämmerung die Höhle zur nächtlichen Insektenjagd verlassen => siehe Film, 50mb) machten den Mangel an Dschungelbewohnern locker wett.
Die Natur in Mulu hatte ein weiteres Spektakel zu bieten: Regen, aber richtig! Unser Propeller-Flugzeug konnte wegen der starken Niederschläge nicht landen und so wurde aus unserem Mittags- ein Abendflug.
Nach 11 Tagen auf Borneo gehts nun weiter in ein anderes Land: Philippinen, wir kommen!
Sunday, 20 June 2010
Bali & Sulawesi: Sightseeing trocken und nass.
Zurück in Bali konnten wir endlich unsere Pässe mit dem verlängerten Indo-Visum abholen und noch ein Bisschen shoppen und Sightseeing machen. Dreamland, der Surferstrand den Dominik vor 5 Jahren sooooo schön gefunden hat mit den kleinen, einfachen Unterkünften direkt am Wasser, hat leider den ganzen Charme verloren. Dafür steht jetzt dort eine Luxus-Hotel Anlage und die Touristenscharen werden mit überteuerten Snacks abgespeist.
Beim Uluwatu Tempel, der malerisch am Rand einer hohen Klippe trohnt, konnten wir dann einigen ungeschickten Touristen zuschauen, wie sie von den Affen beklaut wurden. Schwupps waren Brille, Handy, Flip-Flop oder Ohrringe weg, wenn man nicht aufpasste.
Dann ging's weiter nach Manado auf Sulawesi. Ziel für Sulawesi war es, einen Mimic-Octopus zu sehen und einige andere kuriose Kreaturen beim Muck-Diving zu entdecken. Zusammen mit Nathalie verbrachten wir einige Tage in Lembeh beim Tauchen. Das Tauchen in Lembeh ist anders, als man sich Tauchen in Indonesien eigentlich vorstellt. Es gibt kaum Korallen und die Sicht beträgt nur wenige Meter. Im Zick-Zack taucht man über den sandigen Grund und sucht nach (sogar für Asien) exotischen Tieren. Wir hatten viel Glück und sahen alles, was das Muck-Diver-Herz begehrt: Mimic-Octopus, Hairy-Frogfish, Seepferdchen, Flying-Gurnard, Steinfische, Skorpionfisch, Lionfish, Flundern, Kraken, Sepia und Schnecken aller Art.
Zur "Erholung" vom Suchspiel unter Wasser verbrachten wir dann noch ein paar Tage auf Bunaken... wieder beim Tauchen. ;-) Das Tauchen hier ist ebenfalls spitzenklasse, aber wieder klassisch mit vielen Fischen und bunten Korallen. Die Insel Bunaken ist quasi das Dach eines grossen Riffs, das auf allen Seiten fast senkrecht 50m zum sandigen Meeresgrund abfällt. Getaucht wir also in der Strömung entlang dieser üppig mit Korallen bewachsenen und von Millionen von Fischen bewohnten Steilwänden. Als Zugabe gibts in 30-39m Tiefe, vor Manado noch ein Wrack, das wir betauchen konnten.
Nach beinahe 6 Wochen in Indonesien, freuen wir uns auf etwas abwechslungsreichere Mahlzeiten auf Malayisch Borneo.
Beim Uluwatu Tempel, der malerisch am Rand einer hohen Klippe trohnt, konnten wir dann einigen ungeschickten Touristen zuschauen, wie sie von den Affen beklaut wurden. Schwupps waren Brille, Handy, Flip-Flop oder Ohrringe weg, wenn man nicht aufpasste.
Dann ging's weiter nach Manado auf Sulawesi. Ziel für Sulawesi war es, einen Mimic-Octopus zu sehen und einige andere kuriose Kreaturen beim Muck-Diving zu entdecken. Zusammen mit Nathalie verbrachten wir einige Tage in Lembeh beim Tauchen. Das Tauchen in Lembeh ist anders, als man sich Tauchen in Indonesien eigentlich vorstellt. Es gibt kaum Korallen und die Sicht beträgt nur wenige Meter. Im Zick-Zack taucht man über den sandigen Grund und sucht nach (sogar für Asien) exotischen Tieren. Wir hatten viel Glück und sahen alles, was das Muck-Diver-Herz begehrt: Mimic-Octopus, Hairy-Frogfish, Seepferdchen, Flying-Gurnard, Steinfische, Skorpionfisch, Lionfish, Flundern, Kraken, Sepia und Schnecken aller Art.
Zur "Erholung" vom Suchspiel unter Wasser verbrachten wir dann noch ein paar Tage auf Bunaken... wieder beim Tauchen. ;-) Das Tauchen hier ist ebenfalls spitzenklasse, aber wieder klassisch mit vielen Fischen und bunten Korallen. Die Insel Bunaken ist quasi das Dach eines grossen Riffs, das auf allen Seiten fast senkrecht 50m zum sandigen Meeresgrund abfällt. Getaucht wir also in der Strömung entlang dieser üppig mit Korallen bewachsenen und von Millionen von Fischen bewohnten Steilwänden. Als Zugabe gibts in 30-39m Tiefe, vor Manado noch ein Wrack, das wir betauchen konnten.
Nach beinahe 6 Wochen in Indonesien, freuen wir uns auf etwas abwechslungsreichere Mahlzeiten auf Malayisch Borneo.
Monday, 14 June 2010
Lombok & Gilis: zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen!
Noch immer ohne Pässe machten wir uns auf den Weg nach Lombok. In Senggigi angekommen, wussten wir noch nicht so recht, was wir auf Lombok genau machen wollten. Wiedereinmal mit dem Töffli haben wir die Insel erkundet und zum Schluss ein Kanadisches Päärchen kennengelernt, das uns von der Trekking-Tour auf den Rinjani-Vulkan vorgeschwärmt hat. "Trekking Rinjani is tough! We went through hell, but it was worth it. It was soooo beautiful. If you do it, just don't blame us, we told you it's tough!" Da Claudio und Isa uns das Trekking auch schon empfohlen hatten, haben wir beschlossen das Abenteuer in Angriff zu nehmen: 3 Tage, 2 Nächte, mit Führer und zwei Trägern.
"Streng" war tatsächlich nicht übertrieben. Die "irren" einheimischen Träger absolvieren die Strecke zwar in Flip-Flops (oder barfuss) und mit 30kg Gepäck auf einer Schulter, aber uns verweichlichten Sesselfurzern hat die Strecke einiges abverlangt.
Tag 1: 2000m Aufstieg, Übernachten am Kraterrand. Tag 2: Vor Sonnenaufgang 400m Aufstieg zum Aussichtspunkt (3000 M.ü.M.) mit Sicht auf den Lawa-speienden "Baby-Rinjani" und wieder runter zum Zeltplatz. Nach dem Frühstück 700m steilster Abstieg zum Mittagessen am Kratersee und baden in heissen Quellen. Am Nachmittag 700m noch steilerer Aufstieg zum gegenüberliegenden Kraterrand für die zweite Nacht. Super Aussicht auf Gipfel, See und Baby-Rinjani. Tag 3: 2000m Abstieg zurück ins Tal.
Zukünftigen Rinjani-Trekkern würden wir dasselbe sagen, was die beiden Kanadier zu uns gesagt hatten: "Es ist super schön, aber irre steil und irre streng."
Als Belohnung für die Strapazen gönnten wir uns anschliessend einige Tage auf Gili Trawangan: weisser Sandstrand, türkisfarbenes Meer, gutes Essen und als der gröbste Muskelkater vorbei war ein paar schöne Tauchgänge.
PS: Nein, die Magic-Mushrooms haben wir nicht ausprobiert!!
"Streng" war tatsächlich nicht übertrieben. Die "irren" einheimischen Träger absolvieren die Strecke zwar in Flip-Flops (oder barfuss) und mit 30kg Gepäck auf einer Schulter, aber uns verweichlichten Sesselfurzern hat die Strecke einiges abverlangt.
Tag 1: 2000m Aufstieg, Übernachten am Kraterrand. Tag 2: Vor Sonnenaufgang 400m Aufstieg zum Aussichtspunkt (3000 M.ü.M.) mit Sicht auf den Lawa-speienden "Baby-Rinjani" und wieder runter zum Zeltplatz. Nach dem Frühstück 700m steilster Abstieg zum Mittagessen am Kratersee und baden in heissen Quellen. Am Nachmittag 700m noch steilerer Aufstieg zum gegenüberliegenden Kraterrand für die zweite Nacht. Super Aussicht auf Gipfel, See und Baby-Rinjani. Tag 3: 2000m Abstieg zurück ins Tal.
Zukünftigen Rinjani-Trekkern würden wir dasselbe sagen, was die beiden Kanadier zu uns gesagt hatten: "Es ist super schön, aber irre steil und irre streng."
Als Belohnung für die Strapazen gönnten wir uns anschliessend einige Tage auf Gili Trawangan: weisser Sandstrand, türkisfarbenes Meer, gutes Essen und als der gröbste Muskelkater vorbei war ein paar schöne Tauchgänge.
PS: Nein, die Magic-Mushrooms haben wir nicht ausprobiert!!
Saturday, 5 June 2010
Bali: so oder anders
Mit dem Flugzeug kamen wir gegen Mitternacht von Yogya her in Denpasar an. Mit zwei jungen Zürcherinnen liessen wir uns nach kurzem "märten" ins Party-Zentrum von Bali chauffieren. Auch um Mitternacht war es kein Problem noch schnell schnell eine gute, günstige Unterkunft zu finden.
Da Kuta nebst Shopping und Party (vorwiegend für junge SurferInnen) nicht viel zu bieten hat, beschränkten wir unseren Aufenthalt auf einen Besuch im Immigration Office. Versuch Nr.2 unser 30-Tage-Visum um weitere 30 Tage zu verlängern. Im Gegensatz zum Kantor Immigrasi in Yogya, wurde uns erklärt, dass wir nur noch einmal zum Bezahlen und einmal zum Abholen des Visums im Immigration Office in Kuta erscheinen müssen. Als uns dies sogar von einigen Westlern bestätigt wurde, die soeben ihre Visa-Extension abholen konnten, beschlossen wir unsere Pässe für die nächsten 10 bis 14 Tage in die "vertrauensvollen" Hände der Indonesischen Beamten zu übergeben.
Ohne Pässe, dafür mit einem mulmigen Gefühl, verliessen wir am nächsten Tag Kuta in Richtung Ubud. Das kulturelle Zentrum Balis (Ubud) zeigte uns eine ganz andere Seite der Insel. Hier wird noch traditionell gelebt, musiziert und getanzt. In einem schmucken "Home-Stay" (also bei einer Familie, die ein paar Gästezimmer unterhält) genossen wir für ein paar Tage den Pool, die Aussicht und die Ruhe (abgesehen von den bellenden Hunden und krähenden Gockeln). Ubud hat vieles zu bieten: traditionelle Musik- und Tanzvorführungen, Kunstgallerien aller Art, Yoga-, Meditations- und Kochkurse und unzählige Läden mit Batikwaren, Dekoartikeln und Schmuck, sowie die ganze Bandbreite an Restaurants von hipp-und-teuer bis düster-schmuddelig-und-super-lecker. Ein paar dieser Restaurants haben wir dann mit Dominiks Cousin (René) und seiner Freundin, welche per Zufall auch in Indonesien unterwegs sind, ausprobiert.
Auf René und Nathalie's Hinweis mieteten wir einen Tag lang ein Töffli und besichtigten die Umgebung von Ubud und die darin versteckten Luxus-Resorts (siehe Gallery).
Auf einer ECO-Downhill-Velotour sahen wir dann noch das ländliche Bali: Reisernte, Aufbau der traditionellen Hausgemeinschaft, Herstellung des wohl teuersten Kaffees der Welt (link). Nach der wunderschönen Fahrt durch die Reisfelder erwartete uns noch ein super leckeres Buffet mit den lokalen Spezialitäten, z.B. geräucherte Ente. Mmmmhhhh... lecker, lecker!!
Da Kuta nebst Shopping und Party (vorwiegend für junge SurferInnen) nicht viel zu bieten hat, beschränkten wir unseren Aufenthalt auf einen Besuch im Immigration Office. Versuch Nr.2 unser 30-Tage-Visum um weitere 30 Tage zu verlängern. Im Gegensatz zum Kantor Immigrasi in Yogya, wurde uns erklärt, dass wir nur noch einmal zum Bezahlen und einmal zum Abholen des Visums im Immigration Office in Kuta erscheinen müssen. Als uns dies sogar von einigen Westlern bestätigt wurde, die soeben ihre Visa-Extension abholen konnten, beschlossen wir unsere Pässe für die nächsten 10 bis 14 Tage in die "vertrauensvollen" Hände der Indonesischen Beamten zu übergeben.
Ohne Pässe, dafür mit einem mulmigen Gefühl, verliessen wir am nächsten Tag Kuta in Richtung Ubud. Das kulturelle Zentrum Balis (Ubud) zeigte uns eine ganz andere Seite der Insel. Hier wird noch traditionell gelebt, musiziert und getanzt. In einem schmucken "Home-Stay" (also bei einer Familie, die ein paar Gästezimmer unterhält) genossen wir für ein paar Tage den Pool, die Aussicht und die Ruhe (abgesehen von den bellenden Hunden und krähenden Gockeln). Ubud hat vieles zu bieten: traditionelle Musik- und Tanzvorführungen, Kunstgallerien aller Art, Yoga-, Meditations- und Kochkurse und unzählige Läden mit Batikwaren, Dekoartikeln und Schmuck, sowie die ganze Bandbreite an Restaurants von hipp-und-teuer bis düster-schmuddelig-und-super-lecker. Ein paar dieser Restaurants haben wir dann mit Dominiks Cousin (René) und seiner Freundin, welche per Zufall auch in Indonesien unterwegs sind, ausprobiert.
Auf René und Nathalie's Hinweis mieteten wir einen Tag lang ein Töffli und besichtigten die Umgebung von Ubud und die darin versteckten Luxus-Resorts (siehe Gallery).
Auf einer ECO-Downhill-Velotour sahen wir dann noch das ländliche Bali: Reisernte, Aufbau der traditionellen Hausgemeinschaft, Herstellung des wohl teuersten Kaffees der Welt (link). Nach der wunderschönen Fahrt durch die Reisfelder erwartete uns noch ein super leckeres Buffet mit den lokalen Spezialitäten, z.B. geräucherte Ente. Mmmmhhhh... lecker, lecker!!
Tuesday, 25 May 2010
Java: naja...
Nach der Party-Nacht in Sing Sing ging's mit Lion Air nach Jakarta, eine Stadt die man nicht gesehen haben muss. Sie soll anscheinend super sein für das Nachtleben, aber dann ist's ja auch dunkel. So sind wir vor dem chaotischen Verkehr, dem Strassenlärm und der schlechten Luft geflüchtet. Mit dem Zug ("Exekutif" Klasse versteht sich!) tuckerten wir im Bummeltempo aus der Stadt und durch die ersten Reisfelder Richtung Pangandaran an der Südküste.
Dort gefiel es uns gleich viel besser. Im gepflegten Hotel eines ausgewanderten Deutschen konnten wir die Ruhe geniessen und machten nicht viel, ausser einem Ausflug zum "Green Canyon", einer imposanten Schlucht im Dschungel.
Da wir ja vor hatten, auch noch einige andere Inseln von Indonesien zu besuchen, machten wir uns bald auf nach Yogyakarta. Nachdem wir von Christian (dem ausgewanderten Deutschen) schon einige lustige Geschichten in Sachen Korruption und Immigration Offices gehört hatten, gingen wir selbst zum Kontor Immigrasi, mit dem Plan unser Visum zu verlängern und zu sehen wie schlimm es wirklich ist. Als wir von einer Deutschen Touristin gehört haben, dass sie seit 7 Tagen jeden Morgen da war und "heute" hoffentlich ihr gosser Tag sei, an welchem sie ihren Pass (inkl. Visum) zurückerhält, machten wir sofort rechtsumkehrt und gingen stattdessen die Stadt anschauen (Sultans Palast, Batik-Kunstschule, etc.).
Auch der nächste Tag war von Kultur geprägt. Wir leisteten uns einen privaten Chauffeur und einen Guide um Borobodur und Prambanan anzuschauen. Wir waren von den beiden Tempelanlagen sehr beeindruckt. Allerdings waren für die einheimischen Touristen aus ganz Java anscheinend wir beide bedeutend interessanter als die Tempel. "Sirs, Sirs! Please, picture, picture?!"
Dort gefiel es uns gleich viel besser. Im gepflegten Hotel eines ausgewanderten Deutschen konnten wir die Ruhe geniessen und machten nicht viel, ausser einem Ausflug zum "Green Canyon", einer imposanten Schlucht im Dschungel.
Da wir ja vor hatten, auch noch einige andere Inseln von Indonesien zu besuchen, machten wir uns bald auf nach Yogyakarta. Nachdem wir von Christian (dem ausgewanderten Deutschen) schon einige lustige Geschichten in Sachen Korruption und Immigration Offices gehört hatten, gingen wir selbst zum Kontor Immigrasi, mit dem Plan unser Visum zu verlängern und zu sehen wie schlimm es wirklich ist. Als wir von einer Deutschen Touristin gehört haben, dass sie seit 7 Tagen jeden Morgen da war und "heute" hoffentlich ihr gosser Tag sei, an welchem sie ihren Pass (inkl. Visum) zurückerhält, machten wir sofort rechtsumkehrt und gingen stattdessen die Stadt anschauen (Sultans Palast, Batik-Kunstschule, etc.).
Auch der nächste Tag war von Kultur geprägt. Wir leisteten uns einen privaten Chauffeur und einen Guide um Borobodur und Prambanan anzuschauen. Wir waren von den beiden Tempelanlagen sehr beeindruckt. Allerdings waren für die einheimischen Touristen aus ganz Java anscheinend wir beide bedeutend interessanter als die Tempel. "Sirs, Sirs! Please, picture, picture?!"
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